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Ostvorpommern Elternverein hilft Flüchtlingskindern
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Elternverein hilft Flüchtlingskindern
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00:00 03.03.2015
33 Mitglieder zählt der Lubminer Elternverein. Sein Basar aber wird von mehr als 50 Frauen und Männern unterstützt. Quelle: Sonja Bade
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Lubmin

Die mit Abstand größte Gebrauchtsachen-Börse des Greifswalder Umlands — der vom Lubminer Elternverein organisierte Basar „Rund ums Kind“ — soll diesmal auch Flüchtlingen zugutekommen. Darauf hat sich der Vereinsvorstand geeinigt.

„Erfahrungsgemäß werden unzählige Bekleidungsstücke auf dem Basar nicht verkauft und am Ende von den Anbietern gespendet“, erklärt Vereinsmitglied Sonja Bade. Im Herbst habe sie so 15 Kartons voll mit Pullis, Hosen und Jacken zur Wolgaster Tafel gefahren. Auch bei der diesjährigen Frühlingsauflage des Basars am Sonnabend in der Wusterhusener Grundschule dürften wieder viele Teile übrig bleiben. „Die Idee, sie Flüchtlingskindern zu überlassen, finde ich großartig“, bekennt Bade. „Wenn jemand mit nichts — außer dem, was er am Leibe hat — zu uns kommt, freut er sich über jede Gabe“, glaubt sie.

In der Landkreisverwaltung stößt die Offerte der Lubminer schon jetzt auf ein positives Echo. „Wir sind sehr glücklich über dieses spontane Hilfsangebot“, erklärte Vizelandrat Dirk Scheer (parteilos). Flüchtlingsarbeit und Willkommenskultur könnten nicht allein Sache des Landkreises und der Kommunen sein. Die Initiative des Elternvereins zeige, wie Hilfe von Mensch zu Mensch unkompliziert in die Tat umgesetzt werden kann.

Durch ein Missverständnis ging man in der Kreisverwaltung noch gestern davon aus, den Basarerlös für die Flüchtlingshilfe einsetzen zu können. Das aber sei nicht möglich, bedauerte Sonja Bade.

„Laut unserer Vereinssatzung können wir lediglich Familien und Kinder im Amtsbereich Lubmin finanziell unterstützen. Eine Geldspende aus dem Erlös unseres Basars für Flüchtlingsheime in Wolgast oder Greifswald scheidet damit aus.“ Nichtsdestotrotz könne der Verein helfen, das Einverständnis jener vorausgesetzt, die Gebrauchtsachen für den Basar bereitstellen. 248 Verkäufer standen bis gestern fest. Weitere 28 könnten bis Freitag hinzukommen. „Viele haben bereits nachgefragt, wem der Basar diesmal helfen soll. Dass wir übrigbleibende Stücke an Flüchtlingskinder abgeben wollen, fand durchweg Zustimmung. Ich habe nicht einmal negatives dazu gehört“, schildert Bade.

In der Vergangenheit lagerte der Elternverein Teile, die nicht veräußert wurden und aufgrund fehlender Ausschilderung keinem Verkäufer mehr zuzuordnen waren, ein paar Tage lang im Lubminer Domizil des Landfrauenverbands zwischen. Das aber ist wegen räumlicher Veränderungen nicht mehr so aufnahmefähig. „Die Alternative“, so Sonja Bade, „wäre, dass wir vom Elternverein die Sachen mit zu uns nach Hause nehmen und sie dort einlagern. Doch wer kann und will das schon.“ Das Schulhaus in Wusterhusen, das der Verein in Gänze für seinen Basar nutzt, muss schon am Montag wieder aufgeräumt sein. So wächst der Druck, die nicht verkauften und gespendeten Sachen möglichst schnell loszuwerden.

Basar am Sonnabend
Der Frühlingsbasar „Rund ums Kind“ findet am kommenden Sonnabend in der Grundschule Wusterhusen „Lütt Matten“ statt. Er beginnt um 13 Uhr und zieht erfahrungsgemäß ein großes Publikum an. Bereits am Freitagabend werden mehr als 50 Helfer die Räume der Schule mit den Gebrauchtsachen bestücken. Beim Herbstbasar wechselten mehr als 7400 Artikel den Besitzer.



Sven Jeske

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