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Ostvorpommern Gemeinde Dersekow entscheidet über jetziges Grundschulhaus
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00:01 25.11.2017
Wir benötigen wegen der steigenden Schülerzahl mehr Räume.Bernd Leu, Schule Neuenkirchen
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Neuenkirchen/Dersekow. Am nächsten Mittwoch stellt die Gemeindevertretung Dersekow Weichen für die Schulentwicklung im gesamten Amt Landhagen. Im Dorf ist der Neubau einer Grundschule geplant.

Planung für Neubau muss so lange warten / Auch Neuenkirchen hat Probleme

Das Amt mit seinen zehn Gemeinden ist Träger der Schulen in Dersekow und Neuenkirchen.

Bisher hieß es immer, dass Dersekow anschließend das dringend sanierungsbedürftige Altgebäude der Grundschule „Lütte Nordlichter“ übernimmt. „Ich halte das auch für die beste Lösung“, sagt Bürgermeister Ditmar Virgils. Aber endgültig entscheiden muss die Gemeindevertretung. Für die Übernahme sprechen laut Virgils mehrere Gründe. In dem Gebäude könnten Hort, Arzt, Vereine, Friseur, Rentnertreff und Gemeindearbeiter untergebracht werden. Eventuell würde man die erste Etage der Schule zurückbauen. „Das könnte ein richtiger kleiner Campus werden“, wirbt der Bürgermeister. Auch für zusätzliche Parkplätze wäre Platz. Dersekow sei schließlich ein großes Dorf. Der Knackpunkt der Diskussion sei der Hort, der in Zukunft auch in das Altgebäude einziehen könnte. Oder aber neu gebaut wird. Derzeitiger Betreiber ist die Volkssolidarität. Virgils rechnet mit einer interessanten Debatte.

Für die Grundschule ist die Entscheidung sehr wichtig. Bevor nicht feststeht, was mit dem Altgebäude wird, kann das Amt auch nicht seine Planungen für einen Neubau weiterführen und sich um die Einwerbung von Fördermitteln bemühen. Laut der Leitenden Verwaltungsbeamtin des Amtes Landhagen, Gabriele Haack, sei das Neubauprojekt grundsätzlich förderfähig. Das habe die Landesregierung bestätigt. Bis die neue Schule steht, dürfte noch einige Zeit vergehen. Ausschreibungen müssen europaweit erfolgen.

Zusätzliche Irritationen hatten im Amt Überlegungen Dersekows ausgelöst, die Baracke am Sportplatz zum Gemeindetreff umzubauen. Das sei falsch verstanden worden, sagte Virgils. Da sei es nur um einen Versammlungsraum gegangen. Eine Hürde für den Grundschulneubau wurde inzwischen genommen. Die benachbarte Biogasanlage ist weit genug entfernt. „Dabei wurden sehr strenge Kriterien angewandt“, betont Virgils.

Die Zukunft der Dersekower Schule ist nicht das einzige Problem des Amtes. Im März dieses Jahres hat die Schule am Bodden in Neuenkirchen einen Antrag auf Errichtung eines Anbaus gestellt. „Wir haben jetzt über 400 Schüler in 19 Klassen“, begründet Schulleiter Bernd Leu. „2020 werden es 21 sein.“ Die Situation sei ähnlich wie an der Greifswalder Caspar-David-Friedrich-Schule, die gerade einen Anbau bekommt.

Obwohl der Schule am Bodden ein Hortraum für den Unterricht zur Verfügung gestellt wurde, seien die Verhältnisse weiter sehr beengt. „Wir haben auch nicht genug Hortplätze“, fügt Bernd Leu hinzu.

Zudem hätten sich alle bisherigen Prognosen künftiger Schülerzahlen als zu niedrig erwiesen. „Für die angestrebte Inklusion fehlen schon jetzt Räume, wir müssen bereits Vorbereitungsräume nutzen.

Ferner gibt es Bedarf für die Ausgestaltung der Ganztagsschule.“

„Wir suchen eine Lösung, die die Platzprobleme in Hort , Grundschule und Krippe lösen kann“, sagt Neuenkirchens Bürgermeister Frank Weichbrodt. Zuständig sei indes für die Schule das Amt, erinnert er.

„Die Grundschule in Dersekow hat für uns gegenwärtig Vorrang“, sagt die Leitende Verwaltungsbeamtin Gabriele Haack. Die Neuenkirchener Schule sei erst vor wenigen Jahren für drei Millionen Euro saniert worden, erinnert sie. Um über Anbauten oder andere Lösungen auf Zeit oder auf Dauer im Amtsausschuss zu entscheiden, würden zunächst weitere Informationen benötigt. „Wir brauchen die Entwicklung der Schülerzahl in Neuenkirchen, Daten zu Räumen, Raumgrößen und so weiter“, führt Haack dazu aus. Erst wenn das alles vorliege, könnte der Amtsausschuss Entscheidungen zu möglichen Lösungen von Problemen treffen.

Eckhard Oberdörfer

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