Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern IN KÜRZE
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern IN KÜRZE
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 05.03.2013
Hier, im Gützkower Liebenthal, begann 2011 die aufwendige Renaturierung des Swinowbachs. Bis heute kostete sie eine Million Euro. Quelle: jes
Anzeige
Gützkow

Bis heute seien dafür gut eine Million Euro investiert worden, verdeutlicht Manfred Menge, Geschäftsführer des mit dem Projekt beauftragten Wasser- und Bodenverbandes Untere Peene.

In den vergangenen Monaten konzentrierten sich die Arbeiten auf die Bachniederung zwischen der Bundesstraße 111 (Gützkow-Umfahrung) und der erhöht liegenden Altstadt bis hin zum Hasenberg. In diesem Abschnitt wurde die Swinow hier und da verbreitert. Zudem wurden mehrere Flachwasserbereiche — sogenannte

Bachauen — angelegt. „Die sind zum einen möglicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Zum anderen können sie überschüssiges Wasser aufnehmen“, beschreibt Menge. Letzteres, erklärt der Fachmann, sei für Gützkow nicht unwichtig. Die bei Karlsburg entspringende Swinow werde aufgrund zahlreicher Nebengräben und Drainageeinläufe zeitweise so stark mit Wasser gespeist, dass sie in der Stadtlage Gützkow über die Ufer tritt. In der Vergangenheit seien so auch Grundstücke in Mitleidenschaft gezogen worden. Die neuen Auen sollen genau das verhindern. Dank ihrer werde das Bächlein nun gemäßigter durch Gützkow rauschen, verspricht Manfred Menge.

Begonnen hatte das ehrgeizige Renaturierungsprojekt 2011 im Gützkower Liebenthal: Auch dort wurde seinerzeit ein Flachwasserbereich angelegt. Aus der neuen Feuchtniederung ragen hier und da Inselchen hervor. Auch sie sind kein Produkt des Zufalls, sondern absichtlicher Planung. „Vielleicht werden sie mit der Zeit zu Nistplätzen“, erklärt Manfred Menge. Im Liebenthal wie auch im jetzigen, vorerst letzten Bauabschnitt zwischen Hasenberg und Teichstraße sorgte der Wasser- und Bodenverband für künstliche Kiesbetten. Sie könnten zu Laichzonen der im Swinowbach beheimateten Bach- und Flussneunaugen werden. Das in klaren Flüssen und Bächen beheimatete aalartige Bachneunauge gilt als bedrohte Tierart. Sein größerer Artverwandter, das Flussneunauge, wandert zur Eiablage aus dem Meer in das Süßgewässer.

Die Swinow, betont Manfred Menge, sei ein wertvoller natürlicher Bachlauf, in dem viele geschützte Tierarten lebten. Über die Swinow würden landwirtschaftlich genutzte Flächen in einem Einzugsgebiet von immerhin 115 Quadratkilometern entwässert. Mit den Eingriffen sei das Erscheinungsbild des Bachlaufs vielfältiger geworden, werde er insgesamt durchlässiger für Fische.

Ursprüngliche Planungen sahen Renaturierungsmaßnahmen im weiteren Verlauf des Gewässers vor. Bestenfalls wollte man die Swinow bis in ihr Quellgebiet bei Karlsburg „sanieren“. Zurzeit allerdings sei unklar, was davon noch realisiert werden kann, macht Menge deutlich. Die Europäische Union, mit deren Fördergeldern bisherige Arbeiten zumeist bezahlt wurden, habe deutliche Kürzungen ihrer Zuwendungen angekündigt. Davon ausgehend sei der weitere Umgang mit der Swinow ungewiss.

Toller Fund
Bei Grabungen im jüngsten Sanierungsgebiet der Swinow in Gützkow sind Archäologen dieser Tage auf eine komplette, fast 400 Jahre alte Kücheneinrichtung aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges gestoßen. Die Fachleute bargen drei Messingkessel und zwei 60 Liter fassende Kupferkessel. Zudem zwei dreibeinige Bronze-Töpfe mit Henkel. Alle sollen in einem hervorragenden Zustand sein und fortan im Landesdepot aufbewahrt werden.

Sven Jeske

Lebensweisheiten aus den UFA-Tonfilmstudios und von den Kabarett- und Operettenbühnen der 1920er Jahre erklingen am Freitag im Lubminer Seebadzentrum. Das Ständchen zum Frauentag bieten Peter Kurz (Gesang) und Benjamin Saupe (Klavier) dar.

05.03.2013

Nach einem Gastspiel in Wolgast singen Schlagersänger Bernhard Brink und das Gesangsduo Klaus & Klaus am Sonnabend in der Loitzer Peenetalhalle.dort beginnt 14.30 Uhr. Karten können unter ☎ 039998/ 1 53 21 bzw.

05.03.2013

Im städtischen Kulturhaus von Swinemünde (ulica Wojska Polskiego1) offerieren Arbeitgeber aus Polen, Deutschland und weiteren EU-Ländern am morgigen Mittwoch offene Stellen.

05.03.2013