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Ostvorpommern Kinder-Portalklinik startet
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00:00 29.04.2017
Im Kreiskrankenhaus Wolgast soll bis Juni eine pädiatrische Portalpraxis eingerichtet werden. Quelle: Foto: Tilo Wallrodt
Wolgast

Das neue Modell „Kinder-Portalpraxis“ im Wolgaster Kreiskrankenhaus ist auf einem guten Weg. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gab gestern mit dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn den Startschuss für das Versorgungskonzept mit neuen Formen der Behandlung und Betreuung. Damit können für die „Pädiatrische Portalpraxis Wolgast“ die Ausschreibungen für die Herrichtung der Räume beginnen und, so Harry Glawe, „Personal gewonnen werden“.

Minister Harry Glawe

In Wolgast soll bis zum 1. Juni eine intersektorale fachärztliche Notfallversorgung am Beispiel der Pädiatrie (Kinderheilkunde) in einer ländlichen Region durch eine Portalpraxisklinik aufgebaut werden. Geplant sei eine vorstationäre Versorgung mit zehn Betten. „Da eine solche Versorgungsform bisher noch nicht in der Regelversorgung existiert, soll anhand des Projekts modellhaft die Praxistauglichkeit erprobt werden. Es ist notwendig, solche Versorgungskonzepte zu entwickeln, um weiterhin einen hohen fachlichen Standard zu gewährleisten“, erläuterte Glawe weiter. Zudem werden damit die Bedarfe beispielsweise während der touristischen Saison entsprechend berücksichtigt.

Im Wolgaster Krankenhaus waren Ende 2015 die Abteilungen Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie am 1. Februar 2016 die Kinderstation geschlossen worden. Für die Wiedereröffnung der Kinder- und Geburtenstation am Wolgaster Krankenhaus kämpft eine Bürgerinitiative seit über einem Jahr. Sie hatte nach der Schließung der Stationen knapp 20000 Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt, war aber im Landtag gescheitert.

Ziel der neuen Portalklinik ist unter anderem eine gut erreichbare Notfallversorgung in einem ländlich strukturierten Gebiet, die Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte sowie der Einsatz telemedizinischer Instrumente für zum Beispiel Videosprechstunden oder eine ärztliche Zweitmeinung. Laut Glawe ist eine wichtige Aufgabe der Portalpraxisklinik die Sichtung und Einteilung der als Notfall ankommenden Kinder und Jugendlichen. „Flankiert werden diese Maßnahmen durch die Nutzung telemedizinischer Netzwerke. Deshalb brauchen wir für den Betrieb der Portalpraxisklinik Ärzte und Krankenschwestern sowie Krankenpfleger. Die Fachkräftesuche ist eine Herausforderung“, betont der Wirtschaftsminister, der alle Beteiligten in die Pflicht nimmt, ihre Bemühungen weiter zu intensivieren. hni

OZ

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