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Ostvorpommern Kröslin: Vorsicht, Holperpiste!
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Kröslin: Vorsicht, Holperpiste!
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01:22 23.07.2015
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Kröslin

Wer auf der Kreisstraße OVP 24 von Kröslin nach Hollendorf unterwegs ist, muss Vorsicht walten lassen. Die Strecke ist zwar nur gut zwei Kilometer lang, doch auf dem Abschnitt lauern Schlaglöcher und unwegsame Banketten: „Die Randbereiche der Straße sind inzwischen teilweise bis zu 30 Zentimeter tief ausgefahren“, klagt Kröslins Bürgermeister Holger Dinse. „Früher ließ der Landkreis diese Stellen wenigstens hin und wieder mit Splitt füllen.“ Das habe er in diesem Jahr jedoch nicht gemacht. Stattdessen stehe seit etwa 14 Tagen ein Schild am Straßenrand: „Achtung Straßenschäden!“

Vor allem für Radfahrer, die gern einen Abstecher in das verschwiegen am Peenestrom gelegene Hollendorf unternehmen, birgt die marode Fahrbahn Gefahren. „Gelangen sie in eines der Löcher, brechen sie sich die Gräten“, mutmaßt der Bürgermeister.

Hinzu kommt, dass die Kreisstraße sehr schmal ist und Fahrzeuge bei Gegenverkehr auf den Randstreifen ausweichen müssen. Auch zum Beispiel Schulbusse verkehrten hier regelmäßig, betont Holger Dinse. „Die Busse fahren oft nur mit einem Rad auf der Straße und mit dem anderen im Randbereich, der auch dadurch immer tiefer wird“, schildert er.

Die Gemeinde will sich mit dem Zustand der Verbindungsstraße nicht länger abfinden. „Wir haben deswegen im Amt Lubmin vorgesprochen mit der Bitte, dass sich das Amt an den Landkreis wendet“, berichtet der Bürgermeister. Dass die Straßenmeisterei in der Vergangenheit bemüht gewesen sei, mit Provisorien die Straße einigermaßen befahrbar zu halten, habe er schon registriert. Die aktuelle Situation zwinge ihn jedoch zum Handeln.

Unterdessen bahnt sich für die nächste, derzeit unbefestigte Gemeindestraße in Kröslin eine dauerhafte Lösung an. Heute Abend, so informierte Holger Dinse weiter, sind die etwa 15 Anwohner der Feldstraße um 19 Uhr ins Gemeindezentrum eingeladen, wo über den beabsichtigten Ausbau der Feldstraße informiert werden soll. Der Kommune sei es gelungen, für die nötigen Arbeiten Fördermittel vom Land und vom Bund zu bekommen. Somit fielen die Straßenausbaubeiträge für die Anlieger geringer aus.

Laut Holger Dinse soll voraussichtlich Ende August mit dem grundhaften Straßenausbau begonnen werden. Während auch eine Regenwasserableitung gebaut werden müsse, seien die Abwasserstränge im Straßenbett bereits in der Vergangenheit verlegt und auch die Trinkwasserleitungen zumindest teilweise erneuert worden, schildert er. Die derzeitige Schotterstraße werde gepflastert.

Anwohner reagieren erleichtert auf das Bauvorhaben in Kröslin. Eine Anliegerin berichtet, dass die Feldstraße früher teilweise mit einem Kopfsteinpflaster versehen war. Als in den 1990-er Jahren der Abwasserkanal unter der Straße erneuert worden sei, sei das Pflaster nicht wieder eingebaut worden.



Tom Schröter