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00:00 11.02.2016
Seit dem 1. Februar ist die Kinderstation im Kreiskrankenhaus Wolgast geschlossen. Quelle: Elisabeth Woldt
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Wolgast

Nach der Schließung der Kinderstation in Wolgast wechseln viele Mitarbeiter der Abteilung nun nach und nach zu anderen Kliniken der Region. „Einige Mitarbeiter haben im Kreiskrankenhaus eine neue Aufgabe gefunden, andere sind an andere Einrichtungen gewechselt, hauptsächlich nach Greifswald und Anklam“, bestätigt der Geschäftsführer des Krankenhauses in Wolgast, Frank Acker, auf OZ-Nachfrage. Insgesamt seien 18 Mitarbeiter von der Schließung der Kinderstation vor anderthalb Wochen betroffen gewesen.

Währenddessen bemüht sich das Klinikum der Schweizer Unternehmens-Gruppe Ameos, in Anklam das Team für die neue Kinderstation aufzubauen — und wartet dabei laut OZ-Informationen auch auf zwei Kinderärzte, die bisher noch an Verträge in Wolgast gebunden sind und nun erst später als zunächst angenommen nach Anklam wechseln können. „Es trifft zu, dass wir zwei Kinderärzte gebeten haben, noch für eine Übergangszeit am Kreiskrankenhaus zu verbleiben“, bestätigt Geschäftsführer Frank Acker. Letztendlich habe man aber den Wunsch der beiden Kinderärzte respektiert, die sich einen zügigen Wechsel zum Monatsende gewünscht hätten. Personelle Schwierigkeiten in Anklam oder Wolgast hätten diese Verzögerungen aber laut Angaben der Kliniken nicht zur Folge gehabt. „In der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sind für die Versorgung ausreichend Fachärzte und Fachpflegekräfte beschäftigt“, erklärt Ameos-Sprecherin Erken Schröder beruhigend. Seit der Eröffnung der Station mit 16 Betten letzte Woche seien 20 Patienten stationär und 38 Patienten ambulant (Stand: 8. Februar) behandelt worden. Die Station mit 16 Betten sei rund um die Uhr besetzt.

Derweil wächst in der Bevölkerung weiter der Unmut über die Schließungen in Wolgast. Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Kreiskrankenhauses Wolgast hat inzwischen laut eigenen Angaben 15380 Unterschriften von Wahlberechtigten aus Mecklenburg-Vorpommern gesammelt. Damit hätten sie nun eigentlich bereits die nötige Stimmanzahl erreicht, um zu erwirken, dass sich der Landtag in Schwerin nochmals mit dem Thema beschäftigen muss. „Es ist toll, wie viele Menschen aus dem ganzen Bundesland sich schon beteiligt haben“, sagt die Vorsitzende der Bürgerinitiative, Dr. Brigitte Würfel.

Zusätzlich hätten noch viele Jugendliche und Ausländer unterschrieben, erzählt die frühere Kinderärztin begeistert.

„Wir machen jetzt noch bis zum 25. Februar weiter und fahren dann nach Schwerin, um die Unterschriften zu übergeben“, sagt die frühere Kinderärztin äußerst kämpferisch.

Volksinitiative

15 000 Unterschriften von Wahlberechtigten braucht in MV eine Volksinitiative laut Artikel 59 der Landesverfassung, um den Landtag zu zwingen, sich mit einem Thema zu beschäftigen. Wird eine Volksinitiative vom Landtag zurückgewiesen, so können die Vertreter der Initiative diese in ein Volksbegehren umwandeln — für den Erfolg sind jedoch 120000 Unterschriften notwendig. Nach einer Ablehnung des Begehrens durch den Landtag muss es zum Volksentscheid kommen.



Elisabeth Woldt

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