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Ostvorpommern Schloss Ludwigsburg: Land will helfen
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00:00 04.08.2017
Die Schloss- und Gutshofanlage Ludwigsburg muss unbedingt erhalten werden. Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz
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Ludwigsburg

Die Rettung des Schlosses Ludwigsburg ist in greifbare Nähe gerückt. Vom Land Mecklenburg-Vorpommern gibt es positive Signale, sich an der Sanierung des letzten noch existierenden Schlosses der Pommernherzöge zu beteiligen. Der Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) verkündete während seiner Sommertour, die ihn gestern nach Ludwigsburg führte, das Land wolle diese Verantwortung wahrnehmen.

„„Ich schätze den Sanierungsbedarf auf wenigstens 30 Millionen Euro. Aber ich werde ich mich wohl nach oben korrigieren müssen.“Sascha Ott, Vorsitzender des Fördervereins

Der vor wenigen Tagen gewählte neue Vorsitzende des Fördervereins Schloss und Gutshofanlagen Ludwigsburg, Sascha Ott, betonte, dass sich das Bekenntnis zu dieser einmaligen Anlage an Taten messen lassen wird. „Der Verein setzt darauf, dass die Sanierung des Gebäudeensembles spätestens bis 2020 in Gang kommt. Damit noch länger zu warten, würde nur Verfall bedeuten“, erklärt er. Auch Landtagsmitglied Egbert Liskow (CDU) ist dieser Auffassung. Seit über zehn Jahren kämpft er vehement für den Erhalt und die Sanierung des Schlosses Ludwigsburg. Genau wie die bisherige Vereinsvorsitzende Christel Schmidt, die zwei Jahrzehnte lang den Befürwortern von Ludwigsburg vorstand. „Sie hat in dieser Zeit sehr viel geleistet und erreicht. Dafür sind wir ihr auf ewig dankbar“, lobte Sascha Ott. Auch wenn sie nun nicht mehr im Vorstand mitarbeite, wolle er auf ihren Erfahrungsschatz nicht verzichten. Der Vorsitzende schätzt den Sanierungsbedarf auf mindestens 30 Millionen Euro, „aber wahrscheinlich werde ich mich nach oben korrigieren müssen“, so Ott. Er rechnet mit einer Sanierungszeit von bis zu sieben Jahren.

Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD), der Chef der CDU-Landtagsfraktion, Vincent Kokert und Vorpommern-Greifswalds Vizelandrat Jörg Hasselmann (CDU) hatten mit Vertretern des Fördervereins im Februar über die Zukunft des historisch wertvollen Ensembles beraten. Brodkrob war dazu vom Keller bis zum Dach in jedes Eckchen des Schlosses gestiegen und hatte danach die Sanierung des Pommernschlosses als vordringlich bezeichnet. Dabei sei unbedingt die Familie Weissenborn als Eigentümer mit einzubinden.

Viele Vorpommern haben unterdessen bereits die Hoffnung verloren, dass es mit dem Gebäude vorwärts geht. „Das kann ich sogar verstehen, lange Jahre ist nur geredet und eine abenteuerliche Idee nach der anderen aus der Taufe gehoben worden“, meint Ott. Als Vereinsvorsitzender macht er sich zusammen mit dem neuen Vorstand bereits Gedanken für eine mögliche Nutzung.

Neben Räumen für Kunst und Kultur in einem der Nebengebäude ist für ihn und Liskow denkbar, dass im Schloss selbst die Geschichte der Pommernherzöge auf anschauliche Weise präsentiert wird. „Das dürfte sehr viele Menschen in Vorpommern interessieren“, gibt sich Ott überzeugt. Eine solche Ausstellung ließe sich auch geschickt mit einem Café verknüpfen. „Aber mehr Gastronomie sollte nicht kommen. Wir alle sind doch froh, dass die Idee eines Hotels im Schloss Ludwigsburg vom Tisch ist“, ergänzt ihn Liskow.

Der Förderverein des Schlosses Ludwigsburg hofft nun, dass seitens der Landesregierung noch in diesem Jahr eine Aussage getroffen wird, wann erste Gelder für die erforderliche Sanierung bereitgestellt werden.

Cornelia Meerkatz

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