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Ostvorpommern Zeit der Kettensägen im Revier Jägerhof
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Zeit der Kettensägen im Revier Jägerhof
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00:16 28.02.2015
Forstwirt Fred Burmeister fällt eine 65-jährige Buche.
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Jägerhof

„Der Februar war genial“, freut sich Forstwirt Fred Burmeister. „So ein schönes Arbeits-Winterwetter hatten wir lange nicht.“ Revierförster Wolfgang Oehmichen sieht die Sache mit dem Winter differenzierter. Wenn er es könnte, hätte er sich liebend gern stärkeren Frost gewünscht, denn der macht die Waldwege steinhart und schützt sie so. „Die Schäden, die die schweren Fahrzeuge auf den weichen Wegen hinterlassen, sind schon jetzt unübersehbar“, beklagt der Grünrock.

Bereits seit einigen Wochen kreischen im Wald die Kettensägen. Holz wird geerntet. Die beiden Forstwirte des Reviers Jägerhof, Kurt Pfahl und Fred Burmeister, haben in einem Buchenbestand nahe des Schwarzen Sees bei Wrangelsburg zu tun. Die Arbeit ist hart und nicht ungefährlich, aber sie sind zügig vorangekommen, findet Revierleiter Oehmichen. „Frühjahr und Herbst sind für uns die schönsten Jahreszeiten“, meint Vorarbeiter Burmeister. Der Sommer sei dagegen grausam: „Hitze, Mücken, Bremsen, Zecken — das ist nicht mein Ding“, verrät er. Der Mann kommt aus Neu Boltenhagen, hat 36 Arbeitsjahre als Forstarbeiter auf dem Buckel und arbeitet schon seit 1983 im Revier. Sein Kollege Kurt Pfahl hat die Welt schon ein paar Tage länger gesehen. Er wird bald 60. Oehmichen spricht mit Hochachtung von seinen Mitarbeitern. „Es ist eine körperlich sehr schwere Arbeit“, weiß er. Ob nun beim Holzeinschlag, bei Pflanzarbeiten, Pflegemaßnahmen in den Beständen oder als Jagdhelfer. Stets sei hier der ganze Kerl und eine hohe Konzentration gefordert.

Die Buchen, die am Donnerstag gefällt wurden, sind etwa 65 Jahre alt und sollen Licht und Raum für die Besten unter ihnen schaffen, die stehen bleiben. Das geschulte Auge des Forstwirts taxiert den nächsten Baum, erkennt die Fallrichtung, dann fliegen die Späne. Der Riese fällt krachend zu Boden. Und der Wald, wird er immer kleiner? Wolfgang Oehmichen beruhigt: Sicherlich gingen durch Neubauten, Stromtrassen oder Straßenbaumaßnahmen tagtäglich in Deutschland natürliche Flächen verloren. „Aber unterm Strich bleibt eine Plusdifferenz“, ist er überzeugt. Beim Landeswald spricht er von etwa 18 Hektar neuer Waldfläche, die in seinem Verantwortungsbereich während der letzten 15 Jahre hinzugekommen seien. Bei Privat- und Kirchenwald würden es sogar über 100 Hektar sein, die in den letzten Jahren im Verantwortungsbereich des 55-jährigen Försters angepflanzt wurden.

Trompetende Kraniche sind zu hören. „Die ersten Paare besetzen wieder ihre Reviere“, freut sich Oehmichen. Im Forstrevier beginnt die schönste Zeit.



Stefan Brümmer

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