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Ostvorpommern Zuckerfabrik verstieß gegen Abgasnorm
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Zuckerfabrik verstieß gegen Abgasnorm
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00:00 04.11.2015
Ursula Karlowski
Ursula Karlowski
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Anklam

Die Zuckerfabrik Anklam kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem Unfall Ende August, bei dem vom dortigen Firmengelände eine große Menge Ethanol in die Peene eingeleitet wurde und zu einem massenhaften Fischsterben führte, ist nun die Überschreitung von Abgas-Werten (Kohlenstoff) bekannt geworden. Die Messungen beziehen sich auf das Jahr 2014, wie einer Anfrage der Grünen-Abgeordneten Ursula Karlowski vom September diesen Jahres im Landtag zu entnehmen ist. „Ich kann nicht verstehen, dass eine Behörde dem Unternehmen ein Jahr Zeit lässt, um eine unsaubere Abluft zu korrigieren“, kritisierte die Abgeordnete gestern in Richtung Schwerin. Im vergangenen Jahr sollten noch Maßnahmen veranlasst werden, die die zukünftige Einhaltung des Emissionswertes zur Begrenzung organischer Stoffe gewährleisten. Die Zuckerfabrik hat mit dem Einbau eines Abluftkondensatoren reagiert, wie gestern der Geschäftsführer der Zuckerfabrik, Matthias Sauer, mitteilte. „Bis Mitte November wollen wir noch eine zusätzliche nachgeschaltete Filtrationsanlage installieren“, kündigte Sauer an. Auf die während der Prüfung 2014 ebenfalls festgestellte Überschreitung der Lärmimmissionswerte habe das Unternehmen inzwischen reagiert. „Im Vorfeld der diesjährigen Zuckerrübenverarbeitungskampagne, die am 16. September startete, wurden Lärmreduktionsmaßnahmen in einer Größenordnung von mehreren 10 000 Euro realisiert. Die Prüfung des Effektes der Maßnahmen erfolgte am 26. Oktober durch externe Sachverständiger. Auf den Bericht warten wir noch“, sagt Sauer.



Hendrik Nitzsche

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