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Greifswald Parkfest Behrenhoff: „Nikolaus“ trägt Kinder ins Glück
Vorpommern Greifswald Parkfest Behrenhoff: „Nikolaus“ trägt Kinder ins Glück
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06:57 26.05.2019
Leni (4) durfte eine Runde auf „Nikolaus“ drehen. Tierpatin Josefine passte auf, dass der muntere Pony-Senior nicht ausbüxte Quelle: Anne Ziebarth
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Behrenhoff

 „Nikolaus“ ist wochenendfein herausgeputzt. Die hellblaue Satteldecke passt farblich perfekt zu den Bandagen und dem Stirnriemen am Zaumzeug des Wallachs. Gemeinsam mit „Gustel“ – ebenfalls ein Schimmel und passend in dunkelblau ausgestattet – begrüßt er die kleine Besucher des Parkfestes in Behrenhoff und lässt sich bereitwillig streicheln und reiten.

Keineswegs selbstverständlich, denn eigentlich ist es ein Wunder, dass es „Gustel“ und „Nikolaus“ überhaupt noch gibt. Ihr Zuhause ist der Tierhof Sonnenschein in Alt-Negentin, auf dem Tiere ein Zuhause finden, die keiner mehr will. Nikolaus sollte zum Schlachter, bei einer Hofauflösung blieb das ältere Pony übrig, es fand sich kein Interessent. „Dabei ist er so munter und gesund, trotz seiner mittlerweile 29 Jahre“, erzählt Cäcilia Littmann (16) vom Tierhof Sonnenschein und streicht „Nikolaus“ über die Nüstern. „Bei Gustel war es nicht ganz so dramatisch, der hat einen Herzfehler und die Besitzerin suchte einfach ein gutes Zuhause für ihn. “

Cäcilia mit „Gustel“, einem Pony des Tierhofes Sonnenschein Quelle: Anne Ziebarth

Schlimmer hingegen das Schicksal dreier Shetlandponys aus der damaligen Insolvenz des Naturerlebnisparks Gristow. „Die Tiere wurden vergessen und standen sich selbst überlassen auf einer Weide. Das Gras war so hoch gewachsen, dass sie viel zu spät entdeckt wurden“, erzählt Cäcilia. „Ein Pony wurde von den neuen Betreibern des Tierparks wieder hochgepäppelt, ein anderes fand einen neuen Besitzer und Lieschen kam zu uns. Die Hufe waren so lang gewachsen, dass sie aussahen wie Schnabelschuhe.“

Der Gnadenhof in Alt Negentin wird von den Eltern von Cäcilia, Bruno und Melanie Littmann, geführt. Um Tierarzt- und Futterkosten aufzubringen, muss sich der Verein ganz schön strecken. „Wir finanzieren uns nur durch Spenden, die Betreuung der Tiere erfolgt ehrenamtlich“, sagt Bruno Littmann. „Aber auch Patenschaften für unsere Tiere sind möglich.“ Neben den Ponys gibt es auch noch Ziegen, Mini-Schweine, Kaninchen, einige vor der Tötung gerettete Straßenhunde aus Südeuropa und Katzen auf dem Hof. Paten werden immer gesucht, einige Tiere können auch vermittelt werden.

Hier geht es zur Internetseite des Tierhofes Sonnenschein

Anne Ziebarth

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