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Greifswald Greifswalds größte Arbeitgeber: Pflegedienst Heinrich & Heinrich
Vorpommern Greifswald Greifswalds größte Arbeitgeber: Pflegedienst Heinrich & Heinrich
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17:43 11.04.2019
Jens Heinrich, Geschäftsführer Pflegedienst Heinrich & Heinrich, betreibt den Pflegedienst seit 1992. Quelle: Christopher Gottschalk
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Greifswald

 Die Pflegebranche boomt: Mehr Menschen werden älter und sind auf Hilfe im Alter angewiesen. Jens Heinrich weiß das ganz genau. Schließlich ist er mit seinem Pflegedienst Heinrich & Heinrich seit 1992 im Geschäft. „Die große Frage heute lautet für uns, wie die Qualität der Pflege bei steigenden Ansprüchen aufrecht erhalten werden kann“, sagt der 52-jährige Geschäftsführer. Seine Firma gehört mit 130 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in Greifswald.

Jens Heinrich ist von großer Statur und hat einen festen Händedruck. Der geborene Chef? Nicht ganz, findet er – trotz seiner Erfolgsgeschichte: „Ich habe heute viel weniger Verantwortung als früher“, bekennt der gelernte Krankenpfleger, der ohne seinen Bruder wohl nicht in die Pflegebranche gegangen wäre. Der Bruder habe sich für die betriebswirtschaftliche Seite des Gesundheitswesens interessiert und wollte einen eigenen Pflegedienst gründen. Die Geschwister gingen das Risiko ein, Anfang der 1990er Jahre mit diesem für Greifswald neuen Angebot an den Start zu gehen.

Pflegedienst startet 1992 mit Patientin in Lützow

Dafür gab Jens Heinrich seinen festen Job als Krankenpfleger in einem Hamburger Krankenhaus auf, ließ berufliche Sicherheit hinter sich. 1992 begann die Geschichte von Heinrich & Heinrich mit der ersten Patientin in Lützow. „Mein Bruder war für das Kaufmännische zuständig und ich für die Ideen, Werbung und Umsetzung.“ Heute ist der Bruder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Unternehmen, sagt Jens Heinrich. Und berufliche Unsicherheit kennt Heinrich heute kaum. Die Pflegebranche verspricht Wachstum. Man könne gut davon leben, bestätigt Jens Heinrich, der auch Inhaber von „Pension & Apartments Heinrich“ ist und Zimmer in der ganzen Stadt vermietet.

40 Prozent der Mitarbeiter sind Fachkräfte.

Rund 40 Prozent aller Mitarbeiter sind Pflegefachkräfte, die anderen sind Pflegekräfte mit einer einjährigen Ausbildung oder Zusatzqualifikationen. Personalprobleme gebe es nicht, alle Stellen seien besetzt. Auf die natürliche Fluktuation wegen Familiengründungen, Wegzügen oder beruflichen Wechsel reagiert das Unternehmen mit Familienfreundlichkeit, dem laut Heinrich immer bedeutsamer werdenden Faktor bei der Anwerbung von Mitarbeitern. Auf die Anwerbung von ausländischen Mitarbeitern sei der Pflegedienst noch nicht angewiesen, so Heinrich. Sollte sich das ändern, sei er auch offen für neue Möglichkeiten.

Mit über zehn anderen Pflegediensten konkurriert Heinrich & Heinrich in Greifswald. Um sich von ihnen abzusetzen, entwickelte Heinrich eigene Ideen wie ein betreutes Wohnen für Demente, das es zu dem Zeitpunkt der Einrichtung nicht gab, oder ein betreutes Wohnen für Menschen mit einer kleinen Rente in einer Kooperation mit der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WVG).

Mehr Menschen sind offen für betreutes Wohnen

2000 eröffnete der Pflegedienst sein erstes betreutes Wohnen. Mittlerweile sind es sechs Standorte. Die Nachfrage nach betreuten Wohnplätzen steigt weiter. Tendenziell seien auch mehr Menschen offen für diese Angebote. Die Erkenntnis, die sich durchsetze, formuliert Jens Heinrich so: „Wer in ein betreutes Wohnen zieht, kann viele Annehmlichkeiten genießen.“ Freizeitaktivitäten, ärztliche und pflegerische Kompetenz direkt im eigenen Haus. Die Vorteile sieht er auch in der eigenen Familie: „Meine Tante hat so viele Aktivitäten und Kontakte, dass ich schon fast einen Termin mit ihr vereinbaren muss“, scherzt er. Allein in Greifswald, das zwar eine der jüngsten Städte in Mecklenburg-Vorpommern ist, ist ein Fünftel der Bevölkerung bereits über 65 Jahre alt, weitere 25 Prozent sind zwischen 45 und 65 Jahre, heißt es in einer statistischen Erhebung der Stadt. Der Bedarf nach Pflegeleistungen wird weiter wachsen.

Christopher Gottschalk

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