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Greifswald Amthor trifft Gewerkschaftsbosse der Polizei
Vorpommern Greifswald Amthor trifft Gewerkschaftsbosse der Polizei
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14:04 30.10.2019
Rainer Wendt (l.), Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, und Ronald Müller (r.), der Landesvorsitzende dieser Gewerkschaft in MV, trafen sich in Zempin auf der Insel Usedom mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor. Vorrangig ging es um die Besoldung und die Ausrüstung der Landespolizei. Quelle: Cornelia Meerkatz
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Zempin

Kein Geringerer als der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft beim Deutschen Beamtenbund, Rainer Wendt, traf sich zu Beginn dieser Woche mit dem Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor (CDU) in Zempin. Mit am Gespräch, in der Außenstelle seines Bürgerbüros auf Usedom, nahm auch der Landesvorsitzende MV der Gewerkschaft, Ronald Müller, teil. Die Diskussion drehte sich vorrangig um Sicherheitsfragen und die Ausrüstung sowie Besoldung der Polizeibeamten.

Rainer Wendt, viel gefragter Polit-Talkgast, machte gegenüber Amthor als Mitglied des Innenausschusses des Bundestages deutlich, dass eine vernünftige Besoldung der Polizisten im Landesdienst unbedingt notwendig ist und forderte für Beamte ein neues Besoldungsgesetz. Dabei müssten angesichts der zahlreichen schweren Einsätze, die Polizeibeamte immer häufiger zu leisten hätten, auch Erschwerniszuschläge deutlich steigen. Seine Gewerkschaft fordere daher, die Zulagen um 40 Prozent zu erhöhen.

Wendt begründete seine Forderung mit der viel besseren Bezahlung der Bundespolizisten. „Länder und Bund stehen bei den Bewerbern in direkter Konkurrenz. Den Kampf um den besten Bewerber verlieren oft die Länder“, so der Gewerkschaftsboss. Von daher verwundere es nicht, dass die Bundespolizei 30 Prozent mehr Personal habe, sagte Ronald Müller. „Aber auch MV braucht gute Polizisten, sonst gibt es bald polizeifreie Flächen im Land, weil die Dienststellen nicht mehr besetzt werden können“, ergänzte Müller. Der Mann weiß, wovon er spricht, er war Bereitschaftspolizist und Einsatztrainer in Waldeck.

Rainer Wendt sprach dem Innenminister von MV, Lorenz Caffier (CDU), Kompetenz zu. „Das ist kein Weichei, der redet auch mal Klartext mit seinen Amtskollegen der anderen Bundesländer“, meint er. Dennoch müsse die Landesregierung von MV mehr für die Ausrüstung ihrer Polizisten tun. „Der Ausrüstungsstandard hier in MV ist niedriger als in anderen Bundesländern“, so Wendt. Er nannte als Beispiel ballistische Schutzwesten und Schutzhelme, die gebraucht würden bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen oder Amoklagen. „Früher reichten normale Schutzwesten. Doch heutzutage führen Täter oftmals Kriegswaffen mit sich, da müssen doch auch die Männer und Frauen, die unser aller Leben schützen, entsprechend gesichert sein“, so Wendt. Er forderte Amthor auf, sich für diese Problematik im Bundestag stark zu machen.

Einig waren sich die Gewerkschafter indes mit Philipp Amthor, dass Elektroschocker in den Streifenwagen gehören und nicht nur Spezialeinheiten vorbehalten sein sollen. „E-Schocker tun weh, wenn sie eingesetzt werden. Aber sie sind ein deutlich milderes Mittel als der Gebrauch der Schusswaffe“, argumentiert Wendt. Und wenn das rot-grüne Rheinland-Pfalz neuerdings E-Schocker in Streifenwagen mitführen lasse, „dann muss das doch bei uns in MV auch möglich sein“, meint Ronald Müller.

Von Cornelia Meerkatz

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