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Greifswald Plakate zerstört: Der Wahlkampf-Ärger in Greifswald hat begonnen
Vorpommern Greifswald Plakate zerstört: Der Wahlkampf-Ärger in Greifswald hat begonnen
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17:59 20.04.2019
Kaum hängen die Wahlplakate, gibt es ersten Ärger. Ibrahim Al Najjar beklagt nicht nur Zerstörungen, sondern auch das Veschieben von Plakaten Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-HGW
Greifswald

Die „Schlacht am Laternenpfahl“ hat begonnen. Überall in der Stadt hängen Wahlplakate. Schon gibt es erste Zerstörungen. „Viele meiner Plakate wurden auf den Erdboden gezogen und an der Stelle andere aufgehängt“, ärgert sich der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ibrahim Al Najjar. „Einige wurden sogar zerstört.“

Mindesthöhe wird durch das Herunterschieben unterschritten

Kaum hängen die Wahlplakate, gibt es ersten Ärger. Ibrahim Al Najjar beklagt nicht nur Zerstörungen, sondern auch das Veschieben von Plakaten Quelle: Privat

Plakate müssen aber in einer bestimmten Mindesthöhe hängen. Darum wurde Al Najjar von der Stadt beauflagt, die Plakate wieder – an einer freien Stelle – anzubringen. Auch am Donnerstag war er wieder unterwegs, um zu reparieren und Plakate umzuhängen. „Ich nutze die Pappen von der letzten Wahl noch mal“, sagt er. „Das ist ein Beitrag zum Umweltschutz.“ Al Najjar hat auch Oberbürgermeister Stephan Fassbinder (Grüne) und das Tiefbauamt über die Vorfälle informiert.

Polizeikontrolle: Nur für Al Najjar.

Was Al Najjar indes besonders ärgert, ist noch etwas anderes. Er war am Sonntagabend mit drei Teams unterwegs, um die Plakate aufzuhängen. „Sie sind gemischt, Deutsche und Migranten, auch Studenten, alle arbeiten hier.“ Auch andere Gruppen waren unterwegs, aber nur eine Truppe der Al-Najjar-Unterstützer wurde gegen 20 Uhr in der Anklamer Straße von der Polizei kontrolliert.

Eine Bürgerin rief die Polizei

Die Polizei bestätigt die Kontrolle. „Wir hatten den Hinweis einer Bürgerin bekommen“, sagt ein Sprecher. Dieser kam das Gebaren des Teams von Al Najjar verdächtig vor. Es sei Aufgabe der Polizei, Hinweisen nachzugehen. Mit der Gruppe sei alles in Ordnung gewesen, weitere Hinweise oder Kontrollen gab es nicht.„Nur, weil wir anders aussehen werden wir kontrolliert. Das tut schon weh“, sagt der ehrenamtliche Integrationsbeauftragte des Kreises, der von sich stets als Vorpommer spricht.

Eckhard Oberdörfer

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