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Greifswald Flüchtlinge protestieren vor ihrer Unterkunft
Vorpommern Greifswald Flüchtlinge protestieren vor ihrer Unterkunft
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13:21 03.11.2015
Syrische Flüchtlinge haben in der Feldstraße ihre Feldbetten nach draußen getragen. Sie wollen in Wohnungen umziehen. Quelle: Cornelia Meerkatz
Greifswald

Hilferuf in der Kälte: 44 syrische Flüchtlinge, die seit zwei Wochen in der Turnhalle in der Feldstraße untergebracht sind, protestierten am Montag gegen die in ihren Augen nicht zumutbaren Lebensumstände. Dazu trug ein Großteil ihre Feldbetten aus der Turnhalle ins Freie.

Über Freiwillige – zumeist Studenten – riefen sie Vertreter von Behörden und Medien zur Turnhalle, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Amjad Assaf, Sprecher der Flüchtlinge, sagte, dass viele der 44 Männer seit zwei Wochen in der Turnhalle leben. Bei ihrer Ankunft in Greifswald sei ihnen aber versichert worden, dass die Turnhalle nur vorübergehend sei und sie nach vier, fünf Tagen in Wohnungen untergebracht würden. Ärger gäbe es auch mit dem Essen, weil es nicht für alle ausreiche, sowie mit dem warmen Wasser zum Duschen, den Sanitärbedingungen und dem Waschen der Wäsche.

Landkreissprecher Achim Froitzheim versuchte vor Ort zu vermitteln. „Wir haben den Flüchtlingen keine Wohnungen versprochen. Aber wir kämpfen, dass ihr Asylantrag schnell bearbeitet wird, damit sie kurzfristig den Aufenthaltstitel bekommen“, sagte er. Kerstin Winter, Geschäftsführerin der Volkssolidarität, versprach, bei der Essenmenge nachzubessern, damit die Männer satt werden.

Die Flüchtlinge ließen sich erst nach 21 Uhr überzeugen, wieder in die Unterkunft zu gehen.



Meerkatz, Cornelia

Laut Polizei versammelten sich am Montagabend 200 Einwohner in Greifswald, um gegen die Bundespolitik zu protestierten. 200 Personen nahmen am Gegenprotest teil.

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