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Greifswald Politischer Schlagabtausch nach Hausbesetzung
Vorpommern Greifswald Politischer Schlagabtausch nach Hausbesetzung
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01:22 17.10.2014
Axel Hochschild, CDU.
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Greifswald

Die Brinkstraße 16/17 erhitzt zunehmend die Gemüter auf dem politischen Parkett. Nachdem CDU-Fraktionschef Axel Hochschild empört auf die Einladung zu einem Fest in die besetzte „Brinke“ reagierte (die OZ berichtete), meldet sich jetzt auch Linkenfraktionschef Jörn Kasbohm zu Wort. Er kritisiert die „Basta-Mentalität“ der CDU und fordert „Gespräche zur Konfliktlösung“.

Die umstrittenen Häuser werden seit dem 30. September von der „BrinkeWG“ besetzt. Die Gebäude gehören einem Demminer Bauunternehmer, der sie abreißen und neu aufbauen will. Bis auf den Bioladenbesitzer, der vor Gericht gegen die Kündigung kämpft, hatten alle Ex-Bewohner vor der Besetzung das Gebäude verlassen. Nun lädt die Initiative „Brinke 16/17 erhalten“, die nach eigenen Angaben unabhängig von der „BrinkeWG“ agiert, morgen um 13 Uhr zur Eröffnung eines Stadtteiltreffs ein. Dafür würden jedoch nur Räume genutzt, die vom Bioladen gemietet werden und nicht mit der Besetzung im Zusammenhang stehen, heißt es. Ab 11 Uhr werde es ein buntes Straßenfest mit Live-Musik, Theater und Kinderprogramm geben. Für CDU-Fraktionschef Hochschild ein Unding. Auch die Forderung der Linken, einen Runden Tisch zur Brinkstraße 16/17 einzuberufen, kann er nicht nachvollziehen: „Es ist doch wirklich ungeheuerlich, wie sich die Linke hier mit Straftätern gemein macht. Jetzt zeigt sie ihr wahres Gesicht: Eigeninitiative und auch privates Eigentum, spielen für diese Partei überhaupt keine Rolle. Außer, wenn es sich um ihr eigenes privates Häuschen handelt.“

Kasbohm bleibt davon unbeeindruckt: Die Bürgerinitiative setze sich für die Erhaltung eines historischen Gebäudes und damit für eine Greifswalder Identität ein. „Das ist etwas Positives. Somit läuft etwas falsch in der Kommunalpolitik dieser Stadt, wenn anstrebenswertes ehrenamtliches Wirken nur eine Lösung in Hausbesetzungen sieht“, sagt er. Sowohl die Brinkstraße als auch die Stralsunder Straße 10 würden zeigen, dass es mehr Bedarf zu mehr Identität mit unserer Stadt gebe. Darauf müsse die Kommunalpolitik reagieren. „Ortsteilbezogene Erhaltungssatzungen, ein Identitätskodex für Investoren, sozusagen gegen den schnöden Mammon, könnten hier als entsprechende Werkzeuge entwickelt werden“, erklärt Kasbohm.



ph

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