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Greifswald Greifswald hält Preis für Hafenstraße geheim
Vorpommern Greifswald Greifswald hält Preis für Hafenstraße geheim
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09:07 17.06.2019
So könnte sie aussehen, eine der Straßen mitten im autofreien Quartier des B-Planes 55. Quelle: BE Berlin GmbH
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Greifswald

Das Warten hat ein Ende. Der Gutachterausschuss des Landkreises hat den Wert der Grundstücke für das neue Wohngebiet an der Hafenstraße festgelegt. Die sechs Hektar des Bebauungsplan-Gebietes 55 soll die UTB Greifswalder Projektentwicklungs GmbH laut Vertrag Auftrag der Stadt in ein Vorzeigewohngebiet für 1400 Bürger verwandeln. Das Gutachten wurde der Stadt als Eigentümer übergeben, die auch die Arbeit des Ausschusses bezahlen muss. Das bestätigte Kreissprecher Achim Froitzheim.

Verwaltung hüllt sich in Schweigen

Die Stadt hält sich wie häufig in letzter Zeit in Schweigen. „Zu Grundstücksangelegenheiten und –preisen äußern wir uns nicht gegenüber der Presse“, sagt Stadtsprecherin Andrea Reimann.

Die aktuelle Bodenrichtwertkarte des Kreises gibt noch 103 Euro je Quadratmeter für den Bereich an, der stammt allerdings aus der Zeit vor der Sanierung. Im benachbarten und schon erschlossenen Wohngebiet zwischen Hafenstraße und kleiner Hafenstraße sind es übrigens 340 Euro. Die nächste Bodenrichtwertkarte erscheint erst 2021.

2018 gab es keine Geheimnisse

Insgesamt 8,9 Millionen Euro sollte die ursprünglich auf der Basis des Gutachtens vom Jahreswechsel 2017/18 überweisen. Darüber hatte Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) im Februar letzten Jahres auf der Grundlage des Gutachtens informiert. Das sind rund 150 Euro je Quadratmeter. Daraus wurde seinerzeit kein Geheimnis gemacht. Im letzten Jahr wurde klar, dass die Summe nicht reicht. Laut einem Gutachten verteuern Schlamm und Moorboden im Untergrund den Bau von Straßen und Plätzen erheblich. Die UTB schätzt, dass Straßen und Plätze doppelt so viel kosten wie ursprünglich gedacht.

Die Kosten müssen letzten Endes die Investoren tragen. Auch wurde die mögliche Dichte der Bebauung erhöht, das steigert den Verkehrswert des städtischen Landes. Inzwischen ist auch klar, dass die Investoren des B-Plans 55 über die Hälfte der Kosten der an der Ausfahrt der Straße An den Wurthen geplante Ampelanlage tragen müssen. Es ist geplant, dass der Grundstückspreis für die geplanten Sozialwohnungen von den Investoren für den privaten Wohnungsmarkt subventioniert wird. Die Stadt muss die Fläche an die UTB laut Gesetz zum Verkehrswert verkaufen.

Für WGG und WVG gibt es Grenzen

Sowohl die Wohnungs und Verwaltungs Gesellschaft (WVG) als auch die Wohnungsgenossenschaft Greifswald (WGG) als Partner der UTB haben wiederholt deutlich gemacht, dass es für sie finanzielle Grenzen beim Grunderwerb gibt.

Schon beseitigt wurden übrigens alle Altlasten auf dem Gelände. Dafür investierte die Stadt 2,2 Millionen Euro. UTB-Geschäftsführer Klaus Boemer ging zuletzt davon aus, dass der Kaufvertrag im Spätsommer unterzeichnet werden kann. Er muss bis Ende 2019 eine geschlossene Finanzierung nachweisen.

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Eckhard Oberdörfer

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