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Greifswald Protest gegen Pläne der Greifswalder Wohnungsgenossenschaft
Vorpommern Greifswald Protest gegen Pläne der Greifswalder Wohnungsgenossenschaft
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09:45 21.09.2018
Noch ist diese Fläche in der Karl-Krull-Straße unbebaut. Quelle: Anne Friederike Ziebarth
Greifswald

Im nächsten Jahr will die Wohnungsgenossenschaft Greifswald (WGG) mit dem Bau von zwei Häusern mit insgesamt 56 Wohnungen an der Krullstraße beginnen. 

Die Garagen, die zuvor hier standen, wurden bereits abgerissen. 

Die Pläne stoßen auf Widerstand bei den Nachbarn, konkret den Mietern des Blocks Bernhard-Birkhahn-Weg 13 a bis c. Die geplanten Häuser seien zu hoch, das eine zu nah an ihrem Block. Überhaupt sei das Vorhaben überdimensioniert und statt Spielmöglichkeiten für Kinder entstünden vor allem Parkplätze. Die WGG-Mitglieder fordern eine Überarbeitung der Pläne. Dass gebaut werde, fänden sie gut, aber nicht wie. Ihre Idee: ein Haus an der Krullstraße, Parkplätze und eine Grünfläche oder ein Spielplatz in Höhe des Hauses Birkhahnweg 13 a bis c. 

In einem Brief haben sich die Bürger an den Technischen Vorstand der WGG, Jörn Roth, gewandt, nachdem sie eher zufällig von dem Vorhaben für das Quartier „Am Krulltor“ erfahren hatten. Das Schreiben wurde von 16 der 18 Mieter unterzeichnet. In ihm schlagen die Genossenschaftsmitglieder vor, die „geplante Parkfläche vor unserem Haus zu errichten“. Damit wäre der Abstand zum Haus Birkhahnweg 13 größer. „Wir verlieren durch den Bau unseren bisherigen freien Blick Richtung Krullstraße“, erläutert Mieter Hans-Jürgen Schmidt die Kritik. „Weiterhin wären wir ihnen dankbar, wenn sie in ihrer Planung auch eine Grünfläche vor unseren Häusern berücksichtigen und nicht alles zubetonieren“, heißt es in dem Brief weiter. 

„Die Südstadt wirbt doch für sich als Stadtteil im Grünen“, argumentiert Schmidt. Auch ein Wäscheplatz müsste eingeplant werden. Wahrscheinlich würden nach der Fällung der stattlichen Birkenreihe an der Krullstraße wieder Bäume gepflanzt, aber zum Teil sicher an anderer Stelle. Und bis die neuen gewachsen sind, dauere es. Die Mieter würden sich wenigstens genausoviel Grün wünschen wie bisher. 

Nach dem Protest der Anwohner hat der WGG-Vorstand zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Für den Vorstandsvorsitzenden Jan Schneidewind berücksichtigen die Planungen bereits das Machbare. 

Ziel der Genossenschaft sei es, den Garagenhof als Schandfleck zu beseitigen und das zentral gelegene Grundstück einer attraktiven Wohnbebauung zuzuführen. Es gebe einen Bedarf für neue Wohnungen. 

Und diese müssten auch bezahlbar sein. „Innerstädtische Grundstücke sind knapp und teuer.“ Darum sei eine optimale Ausnutzung des Grundstücks nötig, um die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens zu gewährleisten. Deshalb baue man auch vergleichsweise viele Wohnungen. Aber die Höhe der Gebäude übersteige nicht die bereits vorhandenen Häuser der Umgebung, betont Schneidewind. Die WGG habe bewusst auf ein langes, durchgehendes Gebäude verzichtet. Stattdessen sollen zwei rechteckige Gebäude mit zwischenliegenden Stellplätzen parallel zur Straße errichtet werden. Damit würden die Bewohner des Birkhahnwegs von ihren Küchen, Bädern und Kinderzimmern noch einen freien Blick nach Norden haben. 

Laut Schneidewind orientiert sich das Projekt an der Nachfrageanalyse des Vermietungsservice der Genossenschaft. „Gefragt sind flächenmäßig großzügige Wohnungen, wie wir sie am Fritz-Curschmann-Weg gebaut haben“, so der Vorstandsvorsitzende. „Ferner gibt es Bedarf für kleinere, bezahlbare Wohnungen.“ Darum sollen auf dem Grundstück des früheren Garagenkomplexes vor allem kleinere Wohnungen mit etwa 50 Quadratmeter Fläche entstehen. „Wir hätten uns gewünscht, dass wir in die Planungen einbezogen worden wären“, sagt Hans-Jürgen Schmidt. „In der WGG-Zeitung 2014 war schließlich sogar schon die Lage der Häuser zu sehen.“

Eckhard Oberdörfer

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