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Greifswald Richtfest an der Fischer-Schule
Vorpommern Greifswald Richtfest an der Fischer-Schule
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18:50 05.07.2018
Am Donnerstag wurde Richtfest für den Neubau der Erwin-Fischer-Schule in Greifswald gefeiert. Der dreigeschossige, multifunktionale Neubau und ein Teil der Außenanlagen sollen zum Schuljahresbeginn 2019/20 fertiggestellt werden. Quelle: Anne Ziebarth
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Greifswald

Größer, schöner, im Zeitplan und sogar günstiger, als gedacht: Die neue Erwin-Fischer-Schule in Schönwalde I sticht aus der Liste der großen Bauvorhaben der Hansestadt heraus. Eröffnen soll das neue Schulgebäude im Sommer 2019. Gestern wurde an der Einsteinstraße Richtfest gefeiert.

Zahlreiche Schüler und Gäste nutzten die Chance, sich den Rohbau anzusehen. „Hier entsteht eine Art Atrium, in dem wir die Schüler morgens empfangen können“, wies Schulleiterin Heike Kagel auf eine Halle, die mehrere Geschosse durch einen Lichthof vereint. Den Vorteil sieht sie vor allem im größeren Platzangebot: „24 Klassenräume und viele Fachräume – das sind deutlich mehr als wir im alten Gebäude hatten. Das bedeutet auch, dass wir rund 620 Schüler aufnehmen können. Derzeit sind es 440.“

Projekt wird günstiger als gedacht - das Geld wird umverteilt

Die Baukosten für das größte Projekt der integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung werden mit 18,2 Millionen Euro veranschlagt, 10,5 Millionen davon kommen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Neben der Freude über die neuen Räume gab es beim Richtfest auch kritische Töne. „Manch einer wird erstaunt sein zu erfahren, dass fast eine Million Euro aus den für den Schulbau zur Verfügung gestellten Mitteln jetzt in andere Bauprojekte der Stadt fließt“, monierte Peter Multhauf, Vorsitzender der Ortsteilvertretung Schönwalde I/Südstadt. Denn zuletzt zeichnete sich ab, dass die Baukosten geringer ausfallen könnten, als ursprünglich geplant. Ein Glücksfall für die Stadt, denn in vielen anderen Projekten sind die Baukosten rapide gestiegen. Die Bürgerschaft hatte deshalb entschieden, die 950 000 Euro, die vermutlich eingespart werden, für andere Projekte, wie die Sporthalle an der Caspar-David-Friedrich-Schule und die Renaturierung des Ketscherinbaches, einzuplanen.

Alle Planungen wurden umsesetzt, betont die Verwaltung

„Wir nehmen hier niemandem Geld weg. Auch keinem Projekt“, betonte Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). „Die Stadt hat nur einen Geldbeutel – ihren Haushalt. Aus dem müssen alle Projekte und Maßnahmen bezahlt werden.“ Wenn ein Projekt günstiger als geplant sei, würden die freigewordenen Mittel als Deckung für andere Projekte genutzt. „Alles, was in den Planungen für die Schule vorgesehen war, wurde auch umgesetzt, es gab keine Abstriche“, so Fassbinder. „Mit den interaktive Displaytafeln in den Räumen sind wir sogar noch ein Stückchen weiter gegangen als geplant. Dort bieten wir jetzt Spitzentechnologie.“

Schulleitung hätte sich über die eingesparten Gelder gefreut

Schulleiterin Heike Kagel trauert dem eingesparten Geld trotzdem etwas hinterher. „Es ist ja nicht so, dass wir das Geld nicht hätten gebrauchen können“, sagte sie. „Wir hatten für den Fall, dass noch Geld übrigbleibt, eine Nachrückerliste mit den Maßnahmen zusammengestellt, die wir gerne umgesetzt hätten. Ganz oben stand die Ausrüstung aller Klassenräume mit interaktiven Tafeln.“ Die Verwaltung war zunächst von günstigeren Whiteboard-Modellen ausgegangen, inzwischen ist aber ein Kompromiss gefunden worden, der auch finanziell für die Stadt tragbar ist. Nicht alle Räume, sondern lediglich Fachkabinette und sechs Klassenräume werden mit den modernen Displaytafeln ausgestattet. „Das Konzept bietet den Schülern große Chancen im Bereich der Digitalisierung“, findet die Leiterin des Schulamtes Greifswald, Ilona Vierkant. „Auch für eine erfolgreiche Inklusion sind die Räume entscheidend. Zukünftig stehen mehr Platz für kleinere Unterrichts-Gruppen zur Verfügung.“ Inwieweit die Baukosten der Erwin-Fischer-Schule tatsächlich unter den prognostizierten 18,2 Millionen Euro liegen, bleibt abzuwarten, heißt es aus der Stabsstelle Stadtsanierung. Zwar seien die Auschreibungen vergeben, aber man wisse ja nie, was im Laufe des Bauprozesses noch passiere. „Abgerechnet wird zum Schluss“, sagte die Leiterin der Stabsstelle Stadtsanierung, Beate Schinkel. Im Fall steigender Kosten müssten dann wiederum weitere Projekte abgeklopft werden, um eine finanzielle Deckung des Schulbauprojektes zu ermöglichen.

Ziebarth Anne Friederike

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