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Greifswald Rock n’ Roll beim Kernenergie-Fasching
Vorpommern Greifswald Rock n’ Roll beim Kernenergie-Fasching
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16:47 24.02.2019
Zweimal Elvis mit schicken Frauen: Rudi und Ivonne Krause mit Tochter Maxine und ihrem Freund Lucas. Quelle: Anne Ziebarth
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Weitenhagen

Rock ’n’ Roll in der Schwedenschanze! Mit Petticoats, Tüll und Lederjacken feierten die Jecken des Faschingsclubs Kernenergie Greifswald am Wochenende ihre zwei großen Partys in Weitenhagen. Das Motto fand sich nicht nur in den kreativen Kostümierungen wieder, sondern auch auf der Tanzfläche.

Im Petticoat und Blumenrock wirbelte etwa Anja Kindt übers Parkett, schwungvoll ergänzt durch Tanzpartner Sven Drings. Der Einsatz wurde belohnt: Das Paar sicherte sich die „goldene Schuhsohle“, für die beste Rock-’n’-Roll-Performance des Abends. „Wir sind Nachbarn, kein Paar“, erzählt die junge Frau aus Weitenhagen. „Aber wir haben schon einige Tanzpartys in der Schwedenschanze gemeinsam bestritten, Ernteball oder Tanz in den Mai.“

Jury wie bei Let’s dance

Bewertet wurde das Paar von einer entzückend gespielten Jury des Faschingsclubs, angelehnt an das TV-Format „Let’s dance“. Für das Programm des Abends hatten sich die Kreativen eine unterhaltsame Geschichte rund um den imaginären Sender „Rockradio Ruden“ ausgedacht, die reichlich Platz für Musik aller Spielarten des Rock ’n’ Roll bot. Ganz wichtig dabei: Die Kernenergieband Grypsie Gypsies.

Mit selbstgebasteltem Papp-Kontrabass, Gummi-Saxophon und markigen Sonnenbrillen gingen die Männer an den Start – es dauerte nur wenige Sekunden und die Herzen des Publikums flogen ihnen zu. „Die Songs haben wir selbst im Studio eingesungen“, erzählt Programm-Minister Jörg Dittmer. „Sicher ist sicher. Man weiß ja nicht, ob nach mehreren Auftritten nicht doch mal die Stimme streikt.“

Zu den Gästen zählte auch der Greifswalder Oberbürgermeister Stefan Fassbinder, stilecht mit College-Jacke und Hard-Rock-Shirt. Gemeinsam mit seiner Frauke legte Fassbinder nicht nur eine flotte Sohle aufs Parkett, auch geschunkelt wurde kräftig. Die Kopfbedeckung, eine Narrenkappe in Vereinsfarben, musste sich der Oberbürgermeister allerdings von Herbert Lafory leihen, dem mittlerweile 83-jährigen Begründer des Kernenergie Faschings im Jahr 1971. „Früher habe ich alle Veranstaltungen mitgemacht“, erzählt Lafory. „Heute bin ich auf einer von dreien. Das reicht, die Lautstärke macht mir doch etwas zu schaffen.“

Der Faschingsklub, der aus dem 1962 gegründeten Karnevalsclub Rheinsberg hervorgegangen ist, hat im Laufe seiner Geschichte schon in einigen Orten Station gemacht, darunter die damalige Kreiskulturhalle und das Logenhaus. Vor drei Jahren wechselte man nach Weitenhagen. Viele treue Fans begleiten den Fasching seit Jahrzehnten. „Ich bin seit 1988 dabei“, beschreibt Frank Schneider aus Greifswald. „Das Motto ,Rock’ liegt mir. Als großer Fan hatte ich natürlich noch ein AC/DC-Shirt im Schrank, die roten Hörnchen auf dem Kopf gehören unbedingt dazu.“

Auch Susanne Blau und Melanie Stachuletz sind vom diesjährigen Motto begeistert, setzen aber eher auf den Rockabilly-Stil. „Mein Freund Martin und ich lieben das Lebensgefühl der 50er und 60er, fahren auch gerne zum ,Rust and Dust-Festival’ nach Teterow“, erzählt Melanie Stachuletz die mit schwingendem türkisfarbenem Kleid und Kussmund direkt einem amerikanischen Diner entsprungen schien. „Ich mag die Zeit, die Musik und den Stil. Außerdem durften hier die Frauen noch weiblich sein. Auch mit etwas mehr auf den Rippen.“

Anne Ziebarth

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