Greifswald - SPD will Schneeabfuhr aus dem gesamten Stadtgebiet – OZ - Ostsee-Zeitung
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Greifswald SPD will Schneeabfuhr aus dem gesamten Stadtgebiet
Vorpommern Greifswald SPD will Schneeabfuhr aus dem gesamten Stadtgebiet
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00:00 26.11.2013
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Greifswald

Die SPD wünscht sich von der Stadtverwaltung ein Konzept für die Abfuhr des Schnees im nächsten Winter. Und zwar nicht nur aus dem Zentrum, sondern aus ganz Greifswald.

„Das ist eine Idee aus dem Kuriositätenkabinett“, kommentierte Bausenator Jörg Hochheim (CDU) auf der Sitzung des Bauausschusses. „Das kann nicht ernst gemeint sein.“ Gerade zu abenteuerlich sei das angesichts der Kosten, die der Vorschlag verursachen würde.

Möglicherweise liefere die Tatsache, dass die Ortsteilvertretungen Riems und Ostseeviertel als Erste ausgerechnet am 11.11. (Karnevalauftakt, d.R.) darüber berieten eine Erklärung, meinte Hochheim.

Um was geht es konkret? In der Begründung der SPD-Forderung wird argumentiert, dass die Bürger ihrer Räumpflicht nicht immer Folge leisten konnten. Denn in den letzten Jahren sei soviel Schnee gefallen, dass dieser nicht neben Straßen und Fußwegen gelagert werden konnte. Das gefährde die „öffentliche Sicherheit und Ordnung und macht es insbesondere für die älteren Mitbewohner schwer möglich, die Fuß- und Radwege zu benutzen.“ Darum bitte die SPD die Stadtverwaltung ein „Konzept für die Beseitigung des Schnees nicht nur in ein paar wenigen Straßen der Innenstadt, sondern für das gesamte Stadtgebiet zu erarbeiten“. Denkbar sei zum Beispiel, an geeigneten Stellen große Säcke aufzustellen, in die Anwohner den Schnee hineinfüllen können und die von der Stadtverwaltung regelmäßig geleert werden, heißt es bei der SPD.

Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilte, wird derzeit nur Schnee abgefahren, wenn „alle Möglichkeiten der Schneelagerung seitlich der Straße und auf Nebenflächen genutzt und ausgeschöpft wurden.“ 2012 sei das in der Kapaunenstraße, Wollweberstraße, Knopfstraße und auf dem Boulevard erfolgt, um den Busverkehr zu ermöglichen beziehungsweise den Charakter der Fußgängerzone zu erhalten. Zwei Firmen erhielten für den Abtransport von knapp 500 Tonnen 8200 Euro. Steigende Winterdienstkosten führen zu steigenden Gebühren.

Im Bauausschuss stimmten nur die beiden SPD-Vertreter für den Vorschlag, die anderen dagegen. Nur eine der Ortsteilvertretungen, die von Schönwalde I/Südstadt, hat sich klar für die Scheeabfuhr aus dem gesamten Stadtgebiet positioniert. Alle sechs Anwesenden waren dafür.

eob