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Greifswald Satire oder Entgleisung? Aufregung um Ulrich Rose
Vorpommern Greifswald Satire oder Entgleisung? Aufregung um Ulrich Rose
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00:00 09.03.2018
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Greifswald

Die CDU der Hansestadt spricht von einem Eklat: Im Wirtschaftsausschuss am Dienstag dieser Woche haben die Christdemokraten den Antrag eingebracht, über eine Patenschaft der Hansestadt für eine Korvette der Bundesmarine nachzudenken und prüfen zu lassen, ob man einem solchen Schiff nicht den Namen „Greifswald“ geben könnte. Daraufhin habe sich Ulrich Rose (Alternative Liste) gemeldet und der CDU Kriegstreiberei unterstellt. Rose habe sein Statement mit folgender Aussage beendet: „Ich würde dem Antrag zustimmen, wenn die nächste Serie Gewehre von Heckler und Koch, die Kinder in Syrien töten und Schüler in amerikanischen Highschools niedermähen, den Namen ,CDU-Fraktion Greifswald’ tragen würden.“ Für Franz Küntzel ist das eine Entgleisung der schlimmsten Art. „Man erlebt ja manch hitzige Debatte in der Bürgerschaft und ihren Ausschüssen, aber das ist ein Novum“, so der Vorsitzende der hiesigen Jungen Union. Er beklagt, dass es Rose abgelehnt habe, sich für seine Äußerung zu entschuldigen.

Hinrich Rocke. Quelle: Foto: P. Hase
Ulrich Rose. Quelle: Foto: Bierstedt

Ulrich Rose wiederum versteht die ganze Aufregung nicht. „Herr Küntzel hat kein Gespür für Satire. Natürlich werde ich dem Antrag nicht zustimmen. Ich bin anerkannter Kriegsdienstverweigerer und habe mit der Bundeswehr und der -marine überhaupt nichts am Hut. Ich habe der CDU gar nichts unterstellt, ich habe ihr ein Angebot unterbreitet, unter welchen Voraussetzungen ich zustimmen würde“, sagt das Mitglied der Alternativen Liste. Die Aussage mit den Gewehren sei so gemeint, dass es niemals die Aufschrift „CDU Greifswald“ auf den Waffen geben werde und er deshalb auch niemals dem Antrag zustimmen werde. „Ich will nicht, dass ein Kriegsschiff den Namen meiner Heimatstadt trägt. Wenn das geschieht, wäre das ein Grund, für mich wegzuziehen“, erklärt Ulrich Rose.

Der Ausschussvorsitzende Hinrich Rocke (Kompetenz für Vorpommern) ist über Roses Aussage empört. „Ich habe diesen Ausschuss immer sehr für die sachliche Diskussion der Mitglieder geschätzt. Diese Äußerungen aber sind einfach nur böser Zynismus“, so Rocke, der im übrigen auch keine übermäßige Sympathie für die Bundeswehr hegt. „Aber das kann ich ruhig und vor allem sachlich dem Gremium erklären.“, sagt er. Am Ende stimmten sieben Ausschussmitglieder gegen die CDU-Vorlage, sechs waren dafür und eine Person enthielt sich. C. Meerkatz

OZ

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