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Greifswald Schnelles Internet: Bandelin profitiert, Karlsburg nur teilweise
Vorpommern Greifswald Schnelles Internet: Bandelin profitiert, Karlsburg nur teilweise
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15:31 25.04.2019
Breitbandausbau mit der Glasfaser – viele Menschen im ländlichen Raum können es kaum erwarten. Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa
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Bandelin/Karlsburg

Gute Nachricht für alle Bandeliner, die derzeit an lahmen Datenübertragungzeiten des Internets verzweifeln: In wenigen Wochen soll in der 550 Seelen- Gemeinde der Breitbandausbau auf Glasfaserbasis beginnen. „Wir gehen davon aus, dass bis Jahresende ein Großteil der Hausanschlüsse verlegt sind“, sagt Dietmar Schickel, Berater der bauausführenden Landwerke MV Breitband GmbH.

Das Unternehmen bekam den Auftrag, den Breitbandausbau im Projektgebiet VG 22-12 vorzunehmen. Dazu zählen neben Bandelin auch die Stadt Gützkow mit ihren Ortsteilen sowie Gribow und weitere Gemeinden. Die acht- bis zehnwöchige Planungsphase habe jetzt begonnen, so Schickel am Mittwochabend auf einer Infoveranstaltung. Danach, sprich im Juli, soll umgehend der Tiefbau beginnen. Leerrohre werden verlegt, durch die dann die Glasfaserkabel mit Pressluft eingeblasen werden. „Die Besonderheit ist: Jeder Hausanschluss ist kostenfrei, sofern man sich in der Planungsphase dafür entscheidet – egal, ob es zu einem Vertrag über ein Produkt mit den Landwerken kommt oder nicht“, versichert Schickel. Mit anderen Worten: Wer den Glasfaseranschluss haben, aber bei seinem jetzigen Telefon-/Internetanbieter bleiben möchte, kann dies tun. Wer sich hingegen erst in der Bauphase oder nach Fertigstellung für einen Hausanschluss entscheidet, müsse 750 Euro oder mehr zahlen. Wie viel Bandbreite ins Haus gelangt – 50 oder 500 Mbit oder mehr – hänge letztlich vom Vertrag mit dem Telefonanbieter ab. Die Landwerke bieten Interessenten eine kostenfreie Beratung in der Planungsphase an.

Von diesen Aussichten kann Karlsburg nur träumen, denn die Masse der Einwohner ist derzeit nicht für den von Bund, Land und Kreis geförderten Breitbandausbau vorgesehen (die OZ berichtete). Nur etwa 25 Liegenschaften der 1200 Einwohner zählenden Gemeinde kommen nach jetzigem Stand in den Genuss der neuen Glasfaserinfrastruktur. Bundestagsabgeordneter Philipp Amthor (CDU) sprach bei einem Besuch in dieser Woche bei Bürgermeister Rolf Warkus von einem „Schildbürgerstreich“. Er wolle deshalb helfen, zwischen allen Beteiligten zu vermitteln und wolle einen Runden Tisch anregen. „Politik braucht eine Fehler- und eine Nachbesserungskultur“. so Amthor.

Breitbandausbau in Vorpommern-Greifswald: Provinzposse oder Skandal?

Petra Hase

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