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Greifswald Schullandheim wird versteigert: Sorge vor rechten Käufern
Vorpommern Greifswald Schullandheim wird versteigert: Sorge vor rechten Käufern
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00:00 14.08.2013
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Peenemünde

Viele Peenemünder blicken am 7. September sorgenvoll nach Rostock. Im dortigen „Pentahotel“ soll ab 11 Uhr das Peenemünder Schullandheim unter den Hammer kommen.

Mindestgebot: 340 000 Euro.

„Es gibt Anzeichen, dass es auch ein Kaufinteresse aus der rechten Ecke gibt“, sagt Peenemündes Bürgermeister Rainer Barthelmes. „Das wäre eine Katastrophe für uns. Wenn dieses Szenario greift, haben wir viele Jahre umsonst geackert“, so Barthelmes, der sich auf den Wandel des Ortes vom einstigen grauen Militärdasein zum aufstrebenden Tourismusort bezieht. Deshalb wurde der Masterplan 2020 verabschiedet, der touristische Großprojekte, wie Gesundheitspark, Kurmittelzentrum, Energiepark oder Hafenpromenade, enthält.

Michael Gericke, Geschäftsführer des Historisch-Technischen Museums (HTM) Peenemünde, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Das wäre für den Ruf der Insel fatal, wenn hier im Inselnorden ein rechtes Schulungszentrum entstehen würde. Wir werben mit vielen Initiativen für Vielfalt und Toleranz im Land. Dann darf uns nicht so eine Sache durch die Finger gleiten“, sagt Gericke. Die Gemeinde Peenemünde sei überfordert, solch ein Objekt zu erwerben, betont Barthelmes.

Anfragen soll es aber schon genug geben, wie Heiko Jacobi von der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG auf Nachfrage informierte. „Es gibt mehrere Interessenten. Morgen fahre ich mit einem nach Peenemünde.“ Zumeist soll es sich um Träger handeln, die sich der Jugendarbeit verschrieben haben. „Aus dem medizinischen Bereich gibt es auch Interesse“, sagt Jacobi. Von rechten Bewerbern oder Interessenten aus der Rocker-Szene wisse er nichts. Die Besichtigungen des Objekts, das sich außerhalb der Ortsbebauung gegenüber dem Cämmerer See befindet, würden jetzt erst beginnen. Der Jugendherbergsverband des Landes wird sich nicht um das Schullandheim bemühen, stellte gestern Vorstandsvorsitzende Karen Löhnert klar. Sie sei aber weiter mit dem Eigentümer des Schullandheimes, Frank Adam, und dem HTM im Gespräch. Ziel sei es, auf dem Museumsgelände eine Jugendherberge zu errichten. „Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Wir müssen über Inhalte, Grundstücksfragen und Fördermöglichkeiten reden“, sagte Löhnert. Zur Zeitschiene befragt, meinte sie: „Es macht nur Sinn, wenn der Kundenstamm ohne Lücken von der alten in die neue Stätte überführt wird.“ Das mit zwei Sternen zertifizierte Objekt für Gruppen und Schulklassen zählt jährlich rund 14 000 Übernachtungen.

Henrik Nitzsche

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