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Greifswald Sensation: CDU-Frau wird Vize-OB
Vorpommern Greifswald Sensation: CDU-Frau wird Vize-OB
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22:07 03.04.2017
Bürgerschaftspräsidentin Birgit Socher (rechts) gratuliert der neuen Vize-Oberbürgermeisterin Jeannette von Busse (CDU) zum Sieg.
Bürgerschaftspräsidentin Birgit Socher (rechts) gratuliert der neuen Vize-Oberbürgermeisterin Jeannette von Busse (CDU) zum Sieg. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Neue Bausenatorin der Hansestadt ist Jeannette von Busse (CDU, 38). Die Justiziarin und Referentin der CDU-Landtagsfraktion wurde am Montagabend in der Stichwahl mit nur einer Stimme Mehrheit von der Greifswalder Bürgerschaft gewählt. Die Juristin ist zugleich erste Stellvertreterin von Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne).

Andreas Kerath, Vorsitzender der SPD-Fraktion der Greifswalder Bürgerschaft und ebenfalls Jurist, war als Favorit ins Rennen gestartet, weil er als Wunschkandidat des Linksbündnisses aus Grünen/Forum 17.4, Linken und Sozialdemokraten galt. Die fehlende Stimme zur Mehrheit wollte Ulrich Rose (Alternative Liste) liefern.

Doch es kam anders: Im ersten Wahlgang entfielen lediglich 20 Stimmen auf den Richter und SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Kerath, elf auf Jeannette von Busse sowie elf auf den dritten Bewerber, den Greifswalder Rechtsanwalt Gamal Khalil (Bürgerliste). Eine Stimme war ungültig. Bereits im zweiten Wahlgang konnte von Busse ihre Stimmen auf 17 steigern, Kerath erreichte 21, Khalil fünf. Im dritten Wahlgang schied Khalil aus, von Busse bekam 22 Stimmen, Kerath 21.

Dabei hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild noch vor der Wahl eingeschätzt: „Unsere Chancen das Postengeschacher zu verhindern, liegen eh nur bei 1:100.“ Seine Fraktion hatte von Busse nicht als eigene Kandidatin aufgestellt und sie auch nicht unterstützt, weil sich Hochschild sicher war, ein CDU-Kandidat würde nicht gewählt werden. Er soll sich innerhalb seiner Fraktion deswegen sogar dafür ausgesprochen haben, Gamal Khalil die Stimmen zu geben. Ott war hingegen als Fürsprecher seiner Justizkollegin aufgetreten. „Es war für mich eine schwierige Situation, dass die CDU mich nicht unterstützt hat. Aber ich konnte die taktischen Gründe verstehen“, sagt Jeannette von Busse. Immerhin habe ihr CDU-Vorgänger Jörg Hochheim den Posten als Beigeordneter geräumt, weil er sich kaum Chancen auf eine Wiederwahl ausgemalt hatte. Hochheim ist seit Beginn des Jahres Chef der Kommunalaufsicht der Landesregierung in Schwerin.

Katharina Degrassi

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