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Greifswald Silber für Plasma-Netzwerk
Vorpommern Greifswald Silber für Plasma-Netzwerk
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06:04 29.05.2015
In Sekundenschnelle kann diese Plasma-Sprayanlage (rechts) Materialien erhitzen und Gegenstände damit überziehen, erklärt Maik Fröhlich vom INP. Möglicher Nutznießer: die Flugzeugindustrie. Etwa, wenn Bauteile unempfindlicher gegen Hitze gemacht werden sollen.
In Sekundenschnelle kann diese Plasma-Sprayanlage (rechts) Materialien erhitzen und Gegenstände damit überziehen, erklärt Maik Fröhlich vom INP. Möglicher Nutznießer: die Flugzeugindustrie. Etwa, wenn Bauteile unempfindlicher gegen Hitze gemacht werden sollen. Quelle: Sybille Marx
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Greifswald

Erkenntnisse aus der Plasma-Forschung auszutauschen, nutzbar zu machen und zu vermarkten - das ist ein Ziel des internationalen Netzwerks BalticNet-PlasmaTec mit Sitz in Greifswald. Von der europäischen Expertengruppe „European Secretariat for Cluster Analysis“ (ESCA) wurde dieser Verbund jetzt mit dem Excellence-Label Silber ausgezeichnet.

„Das freut uns sehr“, sagt Alexander Schwock, Geschäftsführer des BalticNet-PlasmaTec. Denn im Wettbewerb um europäische Fördermittel und Fachkräfte würden die Siegel des ESCA immer wichtiger. Außerdem könnten Unternehmen und Forschungseinrichtungen so auf einen Blick erkennen, dass sie hier gut betreut würden.

2008 hatten deutsche und polnische Plasmatechnologie-Forscher das Netzwerk BalticNet-PlasmaTec in Greifswald gegründet, um die Plasmatechnologie-Forschung bekannter zu machen und Wissen auszutauschen.

Plasmen sind teilweise ionisierte Gase, deren besondere Eigenschaften sich auf ganz unterschiedlichen Gebieten einsetzen lassen - etwa in der Beschichtungstechnologie, bei der Wundbehandlung oder der Wasserreinigung.

Inzwischen arbeiten 71 Mitglieder aus 15 Ländern in dem „Cluster“, darunter Unternehmen, Universitäten und Forschungs-Institute wie das Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP).

Die europäische Expertengruppe ESCA hatte unter anderem die Mitgliederbetreuung, die Qualifikation des Cluster-Teams und die Öffentlichkeitsarbeit bewertet. Vergeben wurden Labels in den Stufen Bronze, Silber und Gold.

Bundesweit gebe es nur etwa 15 weitere Forschungs-Netzwerke, die dieses Jahr Silber erhalten hätten, sagt Alexander Schwock. „Und in Mecklenburg-Vorpommern sind wir die ersten mit diesem Gütesiegel.“ Ein Gold-Label wurde im Land nicht vergeben.



Sybille Marx

29.05.2015
29.05.2015
29.05.2015