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Greifswald So stehen die Landratskandidaten zu Ernst Moritz Arndt
Vorpommern Greifswald So stehen die Landratskandidaten zu Ernst Moritz Arndt
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18:20 26.05.2018
Der Senat der Universität Greifswald hat im Januar 2018 beschlossen, den Namen Ernst Moritz Arndt abzulegen, den Gebrauch jedoch unter bestimmten Umständen zuzulassen. Diesem Kompromiss ging ein anderthalb Jahre währender Streit voran. Quelle: Stefan Sauer
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Greifswald

Der Senat der Universität Greifswald hat beschlossen, den Namen Ernst Moritz Arndt abzulegen und nur noch teilweise im Gebrauch zuzulassen. Wie werden Sie das als Landrat handhaben?

Andreas Suttor (parteilos): Ich respektiere die Entscheidung der Universität und werde dementsprechend verfahren.

Kai Uwe Ottenbreit (parteilos): Eine Entscheidung, die ich persönlich bedaure. Auch ich bin mit dem Namen Ernst Moritz Arndt aufgewachsen. Trotzdem bleibt es Entscheidung der Universität und ist durch Landesrecht gedeckt.

Ulrike Berger (Grüne): Der Senat hat mit dem Kompromissangebot eine gute Entscheidung getroffen. Rechtssicherheit bringt allein die Benutzung des offiziellen Namens der Universität Greifswald. Deshalb werde ich mich auch an diesen halten. Der Landkreis kann stolz auf die 562 Jahre alte Universität sein, die junge Leute in die Region holt, dem Fachkräftemangel in vielen Bereichen entgegenwirkt und für Unternehmensansiedlungen sorgt.

Axel Gerold: Weiternutzung des Namens im Rahmen des rechtlich Zulässigen.

Monique Wölk (SPD): In allen offiziellen Schreiben mit Rechtscharakter wird der offizielle Name der Universität verwendet. Im internen Schriftverkehr und im allgemeinen Schriftverkehr bleibt es den Kollegen überlassen, ob sie den offiziellen Namen oder den Namen Ernst Moritz Arndt benutzen. Aus meiner Sicht muss der Graben, den der Namensstreit zwischen den Menschen im Landkreis aufgerissen hat, wieder zugeschüttet werden. Dies kann dadurch gelingen, dass Landkreis, Stadt und Universität stärker auf ihre gemeinsamen Interessen schauen und diese in den Vordergrund rücken. Es gibt vielen Themen und Probleme im Landkreis, die z.B. in Kooperation mit der Universität als Projekt-, Studien- oder Abschlussarbeiten angepackt werden können. Hier denke ich z.B. an die Ausarbeitung touristischer Projekte für den ländlichen Raum, z.B. entlang der Peene, an Kartierungsarbeiten oder an die Ausarbeitung eines tragfähigen Mobilitätskonzeptes für die Tourismushochburgen in unserem Landkreis.

Dirk Scheer (parteilos): Die Entscheidung des Senates den Namen Ernst-Moritz-Arndt teilweise abzulegen war ein demokratischer Vorgang, der vom zuständigen Ministerium bestätigt wurde. Damit ist diese Entscheidung zu respektieren.

Michael Sack (CDU): Ich werde mich an das Votum der akademischen Senats der Greifswalder Universität halten. Auch wenn ich es sehr schade finde, dass man die Bevölkerung nicht so richtig in die Diskussion mit eingebunden hat. In Zukunft muss wieder das Miteinander und die Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Greifswald im Vordergrund stehen.

Degrassi Katharina

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