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Greifswald Kleine Piraten entern Lubminer Kurpark
Vorpommern Greifswald Kleine Piraten entern Lubminer Kurpark
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15:06 28.07.2019
Hexe „Lilli Wünschebaum“ ging mit rund 30 Kindern und „Captain Hook“ auf Schatzsuche. Das rund zweistündige Programm forderte auch die Eltern: Beim Limbo oder Piratenlieder singen mussten sie sich bewähren. Quelle: Fotos: Anne Ziebarth
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Lubmin

Erst Aufwärmen am Schwungtuch, dann Limbotanz mit Glitzer-Pompons, anschließend Tauziehen und zum Schluss auch noch Piratenlieder singen. Möglich, dass sich Papa Norbert Wandt die Kindervorführung von Lilli Wünschebaum auf dem Lubminer Sommerfest etwas entspannter vorgestellt hat. Doch beim Programm der quirligen Hexe Lilli Wünschebaum sind nicht nur die Kinder die Protagonisten des Stücks, auch die Eltern müssen mit ran. Trotzdem ist der gebürtige Greifswalder voll des Lobes für das rund zweistündige Programm. „Ich finde die Show super, auch gerade, dass sie so interaktiv ist“, meinte der Papa mit Blick auf die laut johlende Piratenmeute aus rund dreißig verkleideten Jungs und Mädchen. „Wir waren schon bei vielen Vorführungen für Kinder und meist sitzen dann Eltern und Kinder auf Bänken vor einer Theaterbühne. Das hier ist mal etwas ganz anderes. Toll!“

Reise durch die Welt – im Kurpark Lubmin

Mit vergleichsweise einfachen Mitteln und Requisiten und viel Fantasie nimmt Lilli, die eigentlich Anke Rühmer heißt, die Kinder mit auf eine Schatzsuche rund um die ganze Welt - inklusive des Piraten Captain Hook. Mal muss von den als Piraten ausstaffierten Kindern ein Boot gebaut werden, dann „schwimmen“ die Kids über das Gelände des Kurparks und stranden schließlich in Afrika, wo sie nebenbei erfahren, dass dort Suaheli gesprochen wird. Verrückt? Und wie! Aber auch lustig, mit unheimlich hohem Tempo und irgendwie sogar mit ganz unauffällig eingebautem Lerneffekt über Länder und Tierwelt. „Die besten Ideen für die Stücke kommen mir nachts“, erzählt Rühmer „Aber eine blühende Fantasie hatte ich immer schon.“

Von der Sonderpädagogin zur Theaterregisseurin

Die gelernte Erzieherin aus Ferdinandshof hat lange in ihrem Beruf als Sonderpädagogin an einer Schule gearbeitet, war unter anderem für Theater und Musikaufführungen zuständig. „Zunächst kamen einige Eltern und fragten, ob ich nicht den Kindergeburtstag ausrichten könne, dann folgten die ersten kleineren Feste mit Programm“, erinnert sie sich. „Angefangen habe ich mit einem Wäscheständer. Der wurde mit vielen kleinen Zetteln bestückt und wurde so zum Wünschebaum für das Kinderprogramm. Die Musik kam vom Kassettenrekorder.“ Sie habe lange überlegt, ob sie sich den Schritt in die Selbstständigkeit zutraue, 2004 war es dann so weit. „Meine Kollegen haben immer wieder gesagt: ,Das ist genau dein Ding, du schaffst das!’“, erzählt sie. „Heute kann ich sagen, es war die richtige Entscheidung. Es ist ein Traumberuf.“

Mit einem Anhänger und einem kleinen Team in wechselnder Besetzung tourt sie durch ganz Mecklenburg-Vorpommern, in der Saison ist sie jeden zweiten Tag unterwegs. Feste, Kitas, Märkte, aber auch Seniorenheime gehören zu ihren Anlaufstationen, bevor es abends zurück nach Wietstock bei Rathebur geht. „Ich habe mittlerweile sechs Programme“, erzählt sie. „Vom Piratenabenteuer mit den Kollegen Ralf und Karina bis hin zur Tierhäuschen-Geschichte für ältere Menschen.“ Denn Tiere sind immer mit dabei, wenn Anke Rühmer auf der Bühne steht, in Lubmin bewunderten die Kinder zum Beispiel Ara „Luis“ , die Amazone „Ockareta“ oder Graupapagei „Jacko“ mit ihren kleinen Kunststückchen.

Gelbbrustara „Heli“ ist verschwunden

Auf ihrem Hof in Wietstock haben Anke Rühmer und ihr Mann viele Tiere: Hunde, Kaninchen, Pfautauben, einen Weißbauchigel und allerhand mehr, Vorführungen finden auch dort statt. „Mein Ziel ist es immer, den Menschen etwas Begeisterung für die Tierwelt mitzugeben“, sagt die 45-Jährige. „Respekt vor den Tieren ist mir dabei sehr wichtig.“ Die Papageien sind nachts im eigenen Papageienzimmer untergebracht, tagsüber dürfen sie auf dem Gelände umherfliegen. Jahrelang ging alles gut. Doch vor einigen Wochen ereilte Anke Rühmer das Unglück. Gelbbrustara „Heli“ kam abends nicht zurück, ihr Ara-Freund „Luis“ rief vergeblich. „Ich befürchte, dass jemand Heli mitgenommen hat“, sagt sie. „Sie ist ja zahm und freundlich.“ Wenn irgendjemand etwas über den Verbleib des Vogels weiß, freut sich Rühmer über einen Anruf. „Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben“, sagt sie. „Wenn alles nichts hilft, müssen wir uns für Luis eine neue Partnerin suchen.“ Denn, so hieß es auch im Stück: „Jeder braucht Freunde, Kinder. Auch ein Papagei ist nicht gern allein.“

Wer hat „Heli“ gesehen?

Seit zwei Wochen wird der Gelbbrustara „Heli“ vermisst. Das Tier wurde zuletzt auf der Farm von Anke Rühmer in Wietstock (Nähe Ferdinandshof) gesehen. Der Ara ist etwa 80 Zentimeter lang und hat eine charakteristische gelbe Brust, sowie ein hellblau-türkisfarbenes Deckgefieder. „Heli“ ist zutraulich, wird von ihrem Partner „Luis“ aber sehr vermisst. Hinweise über den möglichen Verbleib des Vogels bitte an Anke Rühmer unter der Telefonnummer 0160/97376770 oder per mail an info@wuenschebaum.de

Hier geht es zur Bildergalerie:

Das Ostseebad hatte wieder zu seinem traditionellen Sommerfest in den Kurpark geladen.

Anne Ziebarth

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