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Greifswald OZ-Versteigerung für das Segelschiff „Greif“: Auf diese Objekte können Sie bieten
Vorpommern Greifswald

Spendenauktion zur Greif: Auf diese maritimen Objekte können Sie bieten

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13:35 18.09.2020
Seelandschaft vor Rügen, Gemälde von Ernst Lucke (1885-1950), entstanden 1926, Größe 120x80 cm. Die Greifswalderinn Dorothea Meyer will das Gemälde zugunsten der „Greif“ versteigern lassen, Mindestgebot 999 Euro Quelle: Martina Rathke
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Greifswald

Spannende Wochen liegen hinter uns: Als die OSTSEE-ZEITUNG Anfang August die Spendenaktion „Rettet die Greif“ startete, begann eine Reise voller Überraschungen. Mitsegler erzählten uns ihre ganz persönlichen Geschichten, die sie auf dem Schiff erlebten.

Das Spendenkonto füllt sich seitdem von Tag zu Tag. Zudem meldeten sich Leser, um mit Sachspenden die Sanierung des Segelschulschiffes zu unterstützen, so dass die Idee einer Versteigerung aufkam.

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Am 26. September ist es nun soweit. Genau 20 Objekte sollen am Liegeplatz der „Greif“ einen neuen Besitzer finden. Die Einnahmen fließen auf das OZ-Spendenkonto „Rettet die Greif“ des Fördervereins Rahsegler Greif e.V.. Mit den Spenden soll die dringend erforderliche Erneuerung des Holzdecks finanziert werden.

Schlagpütz, Matrosenhemd oder Gemälde: Mit einer Versteigerung von Gegenständen und Kunstwerken, die einen unmittelbaren Bezug zur „Greif“ oder der Seefahrt haben, unterstützt die OSTSEE-ZEITUNG die Sanierung des Segelschulschiffes. Die Einnahmen fließen in den OZ-Spendentopf „Rettet die Greif“ zur dringend erforderlichen Erneuerung des Holzdecks.

„Mit einer Träne im Auge, aber für einen guten Zweck“

Dr. Dorothea Meyer, die viele Jahrzehnte in Greifswald als Ärztin tätig war, will sich mit einem Gemälde an der Versteigerung beteiligen. „Als ich von der geplanten Auktion in der OSTSEE-ZEITUNG las, sah ich für mich den richtigen Zeitpunkt gekommen, mich von dem Bild zu trennen.“

Das Gemälde mit dem Motiv einer Seelandschaft vor der Insel Rügen stammt von dem bekannten Landschafts- und Marinemaler Ernst Lucke (1885-1950). Gemalt wurde es 1926. „Meine Tante und mein Onkel haben es Ende der 1920-er Jahre in Stettin gekauft“, erzählt die 87-jährige Ärztin.

Nach einem Bombenangriff zog die Familie aus der Großstadt in das Umland, im Januar 1945 flüchtete sie nach Greifswald. Dorothea Meyer erbte das Bild. Viele Jahre hing es dann im Esszimmer der Familie Meyer.

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„Ich finde, das Bild zeigt eine wunderbare frühe Abendstimmung“, sagt die agile Seniorin, die vielen Greifswaldern als praktische Ärztin bekannt ist und die bis vor zwei Jahren noch für zwei Tage in der Praxis ihres Sohnes tätig war. „Ich trenne mich mit einer Träne im Auge von dem Bild. Aber es ist für einen wirklich guten Zweck.“

Dorothea Meyer wünscht sich, dass das Gemälde einen Besitzer findet, der den Wert zu schätzen weiß und sich regional verbunden fühlt. „Ich könnte mir das Bild auch gut in einer Gaststätte oder im Foyer einer Firma vorstellen“, so die Ärztin.

Original-Teile vom Schiff: Marlspieker und Matrosenhemd

Auch die Crew der „Greif“ hat im Bootsschuppen nach Objekten gesucht, diese an den Förderverein gespendet, der sie nun zur Versteigerung stellt. „Werkzeuge wie ein Belegnagel oder Marlspieker wurden über viele Jahre auf dem Schiff genutzt“, so Friedrich Fichte, Leiter des Seesportzentrums.

Im Bestand fanden sich auch noch alte, ungetragene Matrosenhemden, wie sie bis zur Wende auf der „Wilhelm Pieck“ getragen wurden. Von einem Hemd, das zum „Bordpäckchen weiß“ gehörte, will sich das Seesportzentrum trennen, um damit das Spendenkonto zu füllen.

Privatinteressenten, Firmen, Gastronomen

Wer kann steigern? Jeder, der die Sanierung der „Greif“ unterstützen möchte: private Interessenten, Gastronomen, Firmen. Ab sofort können Gebote für die Objekte, die wir hier vorstellen, abgegeben werden. Die abgegebenen Gebote sind bindend.

Wie können Sie steigern? Schreiben Sie eine Mail mit der Angabe des Objektes, der Losnummer, Ihres Namens und Ihrer Adresse sowie natürlich der Höhe des Gebotes an greifswald@ostsee-zeitung.de. Einstiegswerte sind die Mindestgebote. Der Zuschlag erfolgt bei der finalen Auktion am 26. September ab 15 Uhr am Liegeplatz der „Greif“ im Hafen von Greifswald-Wieck.

Wegen der Corona-Beschränkungen ist der Zugang zum Gelände auf 100 Personen begrenzt. Bei schlechtem Wetter findet die Auktion mit maximal 60 Gästen im Majuwi statt. Interessenten, die ein Gebot per Mail abgegeben haben, werden bevorzugt berücksichtigt.

Sie können auch mit einer Spende die Sanierung der „Greif“ unterstützen. Spendenkonto: Sparkasse Vorpommern Zahlungsempfänger: Förderverein Rahsegler Greif e. V. IBAN: DE 57 1505 0500 0102 1025 11 Verwendungszweck: Rettet die Greif

Von Martina Rathke