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Greifswald Spezialeinheit nimmt Randalierer fest
Vorpommern Greifswald Spezialeinheit nimmt Randalierer fest
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00:00 08.05.2014
Der 31-Jährige wird von Beamten des SEK abgeführt, nachdem er sich zuerst der Festnahme widersetzte.
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Greifswald

Ein Knall und alles war vorbei: Nachdem sich ein 31-jähriger Mann gestern für mehrere Stunden seiner Festnahme widersetzte, musste er von einer Einheit des Spezialeinsatzkommandos (SEK) gewaltsam aus seiner Wohnung in der Makarenkostraße geholt werden. Dafür brachen die Polizisten gegen 12 Uhr die Wohnungstür per Rammbock auf und überwältigten den Mann. Er sollte 1200 Euro zahlen oder ersatzweise für 60 Tage in Haft wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Mit dem entsprechenden Haftbefehl standen Polizeihauptmeister Enno Plath und ein Kollege am Morgen gegen 8 Uhr vor der Tür. „Der Mann war uns gegenüber gleich aggressiv und hat uns verbal attackiert“, so der Polizist, der auch Kontaktbereichsbeamter in Schönwalde II ist. Da zu vermuten gewesen sei, dass der Beschuldigte Waffen in seiner Wohnung hatte, wurde das SEK aus Schwerin angefordert. Auch weitere Streifenpolizisten wurden hinzugezogen.

„Außerdem hatte der Mann einen Hund bei sich. Wir wollten kein Risiko eingehen“, so Plath. Auch der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Heiko Meffert, unterstrich, dass in dieser Situation die Eigensicherung Vorrang habe. „Er ließ nicht mit sich reden, hat gleich die Tür zugeworfen.“ Mit seinen Kollegen sicherte er den Hausaufgang und sorgte dafür, dass der Verdächtige nicht flüchten konnte.

Als die acht Beamten des Spezialeinsatzkommandos eintrafen, war die Lage ruhig aber angespannt. Die Polizisten legten sich Schutzwesten an, setzten ihre Helme auf und schulterten Motorsäge sowie einen Rammbock. Sie betraten das Mehrfamilienhaus durch den Hintereingang.

Währenddessen spielte sich an der Straßenseite eine bizarre Szene ab. Der 31-Jährige hatte sich unter den Augen zahlreicher Schaulustiger aus seinem Fenster in der fünften Etage gelehnt und mehrere Gegenstände, darunter die Lenkradgabel eines Mopeds, gegen das Fenster der Nachbarwohnung geworfen. Die Scheibe ging zu Bruch und stürzte auf den Gehweg, sodass die Polizei den Bereich weiträumig absperrte. Auch die Lenkradgabel fiel zu Boden. Der polizeibekannte Mann schrie am Fenster, beleidigte Passanten und blickte starr in die Gegend. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, war von einem der Polizeibeamten zu vernehmen.

Kurze Zeit später gab es einen lauten Knall, der bis auf die Straße zu hören war. Das SEK hatte die Wohnung gestürmt, Hundegebell erfüllte die Szene. Dann war klar: Der Zugriff war geglückt. „Alles ist gut gegangen. Niemand wurde verletzt“, kommentierte Heiko Meffert den Einsatz. Ob der Mann seinem Verhalten nach unter Drogen stand, konnte Meffert nicht sagen. Für den Beschuldigten ging es in einem Polizeibus direkt aufs Revier.

Für Polizeihauptmeister Enno Plath war die Situation ungewöhnlich. „Ich bin seit Jahren hier unterwegs, kenne die Leute gut. Es gab bisher noch keinen Zwischenfall dieser Art.“ Da es sich bei dem Haftbefehl um 1200 Euro oder ersatzweise 60 Tage Haft handelte, sei nicht mit so einer Reaktion zu rechnen gewesen, so Plath. „Das sollte eigentlich eine Routineangelegenheit für uns werden.“

Wegen welcher Delikte der 31-Jährige schon polizeibekannt ist, war gestern nicht herauszufinden. Aus Polizeikreisen hieß es aber, dass der Mann schon wegen verschiedenster Straftaten festgenommen worden sei.



Reik Anton

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