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Greifswald Zocken, raten, würfeln beim Greifswalder Spieletag
Vorpommern Greifswald Zocken, raten, würfeln beim Greifswalder Spieletag
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18:56 23.11.2018
Amalia González-Ladstätter spielt zusammen mit ihrem Papa, Carlos, das Spiel „Bärenpark“. Quelle: Christin Lachmann
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Greifswald

Während der zehnjährige Jonathan Mäuse jagte, umzingelten die Studenten Lasse und Piet beim chinesischen Brettspiel „Go“ ihre Steine. Die siebenjährige Amalia hingegen baute mit Papa Carlos einen Bärenpark: In der Greifswalder Stadtbibliothek hieß es gestern Nachmittag zocken, würfeln und ziehen. Die kleinen und großen Besucher konnten beim Spieletag verschiedenen Brett,- Computer- oder Gesellschaftsspiele ausprobieren. Kenner verrieten dabei die diesjährigen Spieletrends.

Dass Gesellschaftsspiele wieder neu aufleben und beliebter werden, kann Paul Schulz nur bestätigen. Der Student veranstaltet regelmäßig Spieleabende im Hans-Fallada-Haus und organisierte nun auch den Spieletag in der Stadtbibliothek mit. „Vor fünf Jahren fing ich erst zu Hause an, private Abende zu veranstalten. Irgendwann reichte der Platz in der Küche nicht mehr aus.“ Als echter Spieleprofi kennt er die aktuellen Trends. Besonders überzeugt hat ihn „Azul“, das zum Spiel des Jahres gekürt wurde. Bei diesem Brettspiel müssen die Spieler Fliesen sammeln und Wände mit diesen verzieren. Dazu wählen sie alle Fliesen einer Farbe aus einer Manufaktur oder aus der Tischmitte. Die gewählten Fliesen müssen sie erst in Reihen platzieren und dann auf die Wände aufbringen.

Neben „Azul“ ist Schulz auch ein großer Fan von „The Mind“ geworden. Das kooperative Kartenspiel hat ein einfaches Konzept. Die Spieler müssen über mehrere Level gemeinsam Zahlenkarten in aufsteigender Folge ausspielen. Der Clou: Über die eigenen Handkarten darf nicht gesprochen werden. Gespielt wird nicht in fester Zugfolge, sondern bloß nach Zeitgefühl der Spieler.

Auch die Studentinnen Lea Buchholz, Marie Goldstein und Steffi Trantow sind riesige Spielefans und veranstalteten regelmäßige Spieleabende zu Hause. Neben dem Klassiker „Scrabble“ hat es ihnen das Spiel „Verflucht!“ angetan. In dem Kartenspiel spielt man gemeinsam, um sich einer Horde verfluchter Kreaturen entgegenzustellen und diese zu vertreiben. „Das schöne dran ist, dass man gemeinsam als Team spielt“, erklärt die 21-jährige Steffi. Nur ein Spiel kommt bei der Gruppe nicht ins Haus: „Monopoly. Denn das sorgt meistens nur für Streit“, scherzt die ebenfalls 21-jährige Marie.

Dass dieses Spiel nicht nur für so manchen Familienzwist sorgen kann, sondern auch sehr zeitintensiv ist, weiß Christiane Renz nur zu gut. „Deswegen haben wir uns eine Karten-Variante von ’Monopoly’ besorgt. Die dauert auch nur zwischen 30 und 45 Minuten.“ Bei dem Spieletag in der Stadtbibliothek hatte ihr Sohn Jonathan im wahrsten Sinne des Wortes die Brille auf. Mithilfe einer Virtual-Reality-Brille, bei der eine interaktive virtuelle Umgebung gezeigt wird, ging der Zehnjährige auf Mäusejagd. Auch wenn das „ganz cool“ war, will er bei seiner Nintendo Switch bleiben. „Zu Weihnachten wünsche ich mir deswegen auch Nintendo-Spiele.“

Zum Zocken, Würfeln und Ziehen kamen kleine und große Spielefans in die Stadtbibliothek.

Christin Lachmann

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