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Sport Greifswald Verhaltene Freude der Insel-Handballer nach schwer erkämpftem 32:27-Sieg über Doberan
Vorpommern Greifswald Sport Greifswald Verhaltene Freude der Insel-Handballer nach schwer erkämpftem 32:27-Sieg über Doberan
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11:35 24.03.2019
Usedoms Kreisläufer Dawid Nowomiesjki (beim Wurf) traf fünf Mal gegen Doberan Quelle: Andreas Dumke
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Ahlbeck

So richtige Freude über den gerade gesicherten Vizemeister-Titel in der Saison 2018/19 in der Handball-Oberliga (Ostsee-Spree) zeigten die Spieler des HSV Insel Usedom am Samstagabend nach dem gewonnenen Spiel gegen den Bad Doberaner SV 90 nicht. Offensichtlich hatte der 32:27-Sieg doch einige Mühe bereitet und die Anspannung war unmittelbar nach dem Match noch groß. Doch es ist Fakt: Der zweite Platz ist sicher, der HSV hat, vier Spieltage vor Saisonende, elf Punkte Vorsprung auf den Dritten, den HV Grün-Weiß Werder. „Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt und sich dafür mit Rang zwei belohnt“, freut sich aber HSV-Trainer Nico Heidenreich mit seiner Mannschaft.

Lange Zeit sah es in der Ahlbecker Pommernhalle aber nicht nach einem Erfolg aus. Gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenvorletzten aus Doberan taten sich die Usedomer von Beginn an schwer. „Ich weiß auch nicht woran das liegt, aber gegen Doberan ist das wohl immer so“, meinte Heidenreich nach der Partie. Durch Treffer von Dawid Nowomiejski und Gordon Wicht ging der HSV zwar schnell in Führung, doch der Motor geriet genauso schnell ins Stocken. Mit dem 4:4 (10.) hatten die Gäste erstmals ausgeglichen, um dann mit 7:6 (14.) sogar in Führung zu gehen. Immer wieder war Doberans Ben Meyer (insgesamt neun Tore) erfolgreich, die Usedomer Hintermannschaft bekam ihn nicht richtig in den Griff. „Die Doberaner haben ihr Angriffspiel gut aufgezogen“, sagt Heidenreich. „Wir haben es ihnen dabei aber auch sehr leicht gemacht. Bei uns hat die Kommunikation gefehlt. Damit haben wir dem Gegner viele einfache Tore ermöglicht.“

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Im Tor begann diesmal erneut der junge Erik Küster. Stamm-Keeper Lech Krynski kam erst kurz vor Ende der ersten Hälfte von der Bank. Er sollte am Ende noch großen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft haben. Zur Pause jedoch lagen die Gäste noch mit 16:15 vorn.

„Ich bin nicht unzufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft“, merkte DSV-Trainer Andreas Köster an. „Auf den Halbpositionen haben wir eine gute Partie abgeliefert. Auch die Kreisläuferposition hat gut funktionert. An den Außenpositionen haben wir relativ viel gearbeitet, da das bisher nicht so gepasst hat. Wir sind aber auch nicht blauäugig und wissen, bei wem wir hier angetreten sind. Für uns geht es seit dem ersten Spieltag gegen den Abstieg. Es wird sehr schwer, den Klassenerhalt zu schaffen, aber es ist unser Ziel in der Ostsee-Spree-Liga zu bleiben. Diesem Ziel muss sich jeder im Verein unterordnen“, so Köster weiter. Vor allem in der ersten Spielhälfte war zu sehen, dass die Message bei seinen Spielern angekommen war.

In der Halbzeitpause schien allerdings HSV-Trainer Heidenreich die richtige Ansprache gefunden zu haben. Seine Mannschaft kam deutlich verbessert aus der Kabine und übernahm sofort die Kontrolle. Innerhalb von drei Minuten wurde das Spiel gedreht und der HSV führte jetzt 18:16. Weiter konnte man sich jedoch nicht absetzen, Doberan kämpfte und blieb dran, bis etwa zur 45. Minute (25:23). „In der zweiten Hälfte haben wir uns den Sieg dann erarbeitet. Besonders Lech war wieder ein sicherer Rückhalt. Er hielt vier, fünf so genannte Einhundertprozentige“, sagt Heidenreich, der „kein gutes Spiel“ gesehen hat, das aber im Vorfeld auch nicht anders erwartet habe.

Mit zunehmender Spielzeit ließ die Gegenwehr der Doberaner nach und dem HSV gelangen vor allem in der Schlussphase ein paar schöne und auch sehenswerte Treffer. Mit einem guten Schlussspurt wurde dann auch noch ein Fünf-Tore-Vorsprung herausgespielt. „Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, wäre es am Ende enger ausgegangen. So haben wir verloren, da brauchen wir auch nichts schönreden. Für uns kommen jetzt die Spiele, die wir gewinnen müssen“, sagt DSV-Trainer Köster. Gemeint sind ie nächsten beiden Spieltage, an denen Doberan auf Spandau und BFC Preussen trifft, die ebenfalls im Kampf gegen den Abstieg stehen.

HSV: Krynski, Küster – Glende 9/2, Loof 2, Nowomiejski 5, Zajac 3, Leow 5, Wicht 4, Deutsch 3, Gröne, Kellermann, Gürgens, Dübener 1

Strafminuten: HSV8, DSV 4.

Strafwürfe: HSV 2/4, DSV 2 /3.

Andreas Dumke

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