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Greifswald Stadt bearbeitet Bauantrag für Hotel
Vorpommern Greifswald Stadt bearbeitet Bauantrag für Hotel
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15:06 26.03.2019
Die Stöben-Wittlinger GmbH Hamburg will am Hansering ein Hotel errichten, das dann von der Arcona-Gruppe Rostock betrieben werden soll. Quelle: Meerkatz Cornelia
Greifswald

Die jüngsten Tourismuszahlen zeigen: Greifswald ist die Stadt mit dem prozentual stärksten Wachstum von knapp 12 Prozent bei den Übernachtungszahlen. In absoluten Zahlen (290 000 Übernachtungen) hinkt die Hansestadt zwar immer noch deutlich den Schwergewichten im Städtetourismus wie Stralsund (528 000 Übernachtungen) hinterher, doch die Tendenz zeigt nach oben. Axel Wittlinger, Investor des am Hansering geplanten Hotels, sieht sich durch die touristische Entwicklung bestätigt. „Wir sind dabei, das Projekt zum Erfolg zu bringen. Die jüngsten Tourismuszahlen bestätigen unser Engagement.“ Auch der Betriebsvertrag mit der Arcona-Gruppe, die das Hotel mit 123 Zimmern nach der Fertigstellung betreiben soll, sei bereits geschlossen.

Dennoch sind noch nicht alle Weichen für den Bau des Vier-Sterne-Hauses am Hansering gestellt. Beim Landesförderinstitut liegt ein Förderantrag für das Projekt vor, wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte. Das ist schon ungewöhnlich, da Investitionen in die Schaffung zusätzlicher touristischer Bettenkapazitäten eigentlich nicht mehr vom Land gefördert werden. Wenn, dann kann eine Förderung nur im Rahmen einer Ausnahmeentscheidung zugelassen werden. „Dabei ist im Einzelfall zu berücksichtigen, dass am Universitätsstandort Greifswald zwar zahlreiche Tagungskapazitäten vorhanden sind, es aber an Übernachtungskapazitäten für Tagungsgäste fehlt“, so Ministeriumssprecher Bauer weiter. Axel Wittlinger will sich zum Stand der Verhandlungen nicht äußern, Nur soviel: „Wir sind mit dem Land in sehr gutem Kontakt.“

Auch wenn die Aussagen aus Schwerin durchaus Wohlwollen signalisieren und das Projekt auf eine Förderung hoffen darf, kann über den Antrag noch nicht entschieden werden. Ein Zuwendungsbescheid könne erst erlassen werden, wenn die Antragsunterlagen vollständig im Landesförderinstitut vorliegen, wie Bauer weiter ausführte. Zu den Antragsunterlagen gehört auch die Baugenehmigung. Bei der Stadt liegt der Bauantrag seit Ende vergangenen Jahres zur Prüfung vor. „Derzeit erfolgt die bauaufsichtliche Prüfung des beantragten Vorhabens“, sagte Stadtsprecherin Andrea Reimann. Sollte die Baugenehmigung erteilt sein, könnte der Baustart dann – so die Prognose – in etwa sechs Monaten vollzogen werden.

Wittlinger will sich nicht festlegen, ob noch 2019 die ersten Bagger anrollen. „Wenn die Baugenehmigung kommt, könnte es sehr gut sein, dass wir noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten starten.“ Er verwies aber auch auf die angespannte Lage in der Baubranche. „Es wird schwer sein, zeitnah Kapazitäten zu binden.“

Für den Chef des Stadtmarketings Maik Wittenbecher geht es bei dem Hotelbau um weit mehr als nur um ein Bettenhaus. „Dieses Einzelprojekt hat Signalwirkung für die Tourismusfreundlichkeit in der Stadt“, sagte er. Er hoffe, dass bald alle Ampeln auf Grün gestellt werden können. „Wenn das Projekt nicht kommt, werden wir künftig keine signifikanten Steigerungen bei den Übernachtungszahlen mehr haben.“

 

Martina Rathke

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