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Greifswald Stadt macht Druck — Schandflecken sollen verschwinden
Vorpommern Greifswald Stadt macht Druck — Schandflecken sollen verschwinden
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00:00 05.01.2016
Das Haus Lange Straße 48a ist seit Jahren leer und verfällt, nach Expertenansicht ist es noch zu retten. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald Grundstücke in der Innenstadt sind gefragt. Trotzdem gibt es immer noch unsanierte Häuser von zum Teil sehr hohem Denkmalwert wie die Steinbeckerstraße 35/36 und Baderstraße 2. Die Eigentümer waren in der Vergangenheit auch nicht bereit zu verkaufen.

Mit einer Ausnahme, der Steinbecker Straße 35. Das Grundstück wurde ab Ende 2014 für 320000 Euro angeboten. „Der Verkauf ist erfolgt“, informiert Bausenator Jörg Hochheim (CDU). „Der neue Eigentümer hat Notsicherungsmaßnahmen durchführen lassen.“ 2016 solle die Sanierung in Abstimmung mit der städtischen Denkmalbehörde erfolgen. Für die Lange Straße 48a hat die Bürgerschaft die Prüfung der Möglichkeit einer Enteignung beschlossen. Wie es in der Antwort Hochheims an die Bürgerschaft zum Stand heißt, ist das Gebäude trotz diverser Schäden noch nicht einsturzgefährdet und sei noch zu retten. Bis Ende des zu Ende gegangenen Jahres sollte der Eigentümer ein Sanierungs- und Finanzierungskonzept vorlegen. Das Ziel: Sanierung 2016/17.

„Der Eigentümer hat die vereinbarte Frist verstreichen lassen“, sagt Stadtsprecherin Andrea Reimann. Er bekomme nun eine letztmalige Fristverlängerung. „Wenn er dann immer noch nicht reagiert, wird das Enteignungsverfahren eingeleitet“, kündigt Reimann an. Für das Geburtshaus der bedeutenden Barockdichterin Sibylla Schwarz, Baderstraße 2, gibt es bereits einen Bürgerschaftsbeschluss zur Enteignung. Der Bausenator hat deshalb beim dafür zuständigen Innenministerium beantragt, Eigentümer Cornelius S. „das Grundstück zu entziehen und die Universitäts— und Hansestadt Greifswald in das Grundstück einzuweisen“. Schwerin habe um Unterlagen gebeten. Dazu gehört der Schriftwechsel mit Cornelius S. zu einem Erwerb zu angemessenen Bedingungen. Hochheim verweist darauf, dass genau das am 22. Oktober 2013 erfolgt sei. Die Stadt habe den Kauf zum Verkehrswert angeboten, was Cornelius S. aber am 2. November 2013 abgelehnt habe.Wenn dieser Versuch dem Innenministerium nicht reiche, müsse ein konkretisiertes Angebot unterbreitet werden.

Hochheim sieht eine Reihe von Problemen, über die die Bürgerschaft noch entscheiden müsse: Für den Kauf stehe ebenso wenig wie für die Sanierung Geld im Haushalt bereit. Es gebe kein städtisches Nutzungskonzept, das für eine Enteignung nötig sei. Das Haus weiterzuverkaufen hält Hochheim für schwierig. Möglich sei vielleicht, das sanierte Gebäude zu vermieten. Großes Interesse hat der Sibylla-Schwarz-Verein (die OZ berichtete). Auch über die künftige Nutzung müsste die Bürgerschaft entscheiden. eob



OZ

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