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Greifswald Staatsanwalt ermittelt gegen Lars Bergemann
Vorpommern Greifswald Staatsanwalt ermittelt gegen Lars Bergemann
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16:45 20.12.2018
Lars Bergemann bei der Arbeit im interkultureller Garten Regenbogenpark zum Saisonstart 2016. Quelle: Schröter Tom
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Wolgast

Neuer Ärger für Lars Bergemann, der zu Beginn dieser Woche aus der Partei Die Linke offiziell ausgeschlossen wurde: Die Staatsanwaltschaft Stralsund ermittelt gegen ihn in seiner Funktion als Vorsitzender des Regenbogenparks Wolgast. Der Verein betreibt den Interkulturellen Garten in Wolgast-Nord. Laut Leitendem Oberstaatsanwalt Sascha Ott liegt eine Strafanzeige vor, weil es Unregelmäßigkeiten in der Kasse des Vereins gibt. Gestellt wurde die Strafanzeige aus dem Vorstand heraus, dem neben dem Vorsitzenden ein Stellvertreter und ein Schatzmeister angehören.

Nach OZ-Informationen sollen in der Kasse 6000 Euro verschwunden sein. „In solchen Fällen ermitteln wir in alle Richtungen, natürlich auch gegen den Vorsitzenden des Vereins, denn er trägt die Gesamtverantwortung“, betonte Ott. Ob die Strafanzeige dauerhaft Bestand habe, müssten am Ende die Ermittlungen zeigen. Dazu werde auch der Vereinsvorsitzende gehört. Lars Bergemann sagte gegenüber der OZ zu den Vorwürfen: „Ich kenne die Anzeige nicht, mit mir hat bisher niemand gesprochen. Der Antragsteller der Anzeige wird sicher Gründe angegeben haben. Aber ich kann alles, was im Verein passiert ist, erklären.“

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Der Verein besteht seit sechs Jahren, hat elf Mitglieder. Drei davon arbeiten als Vorstand. Allerdings knirsche es laut Vereinsvorsitzenden seit längerem im Vorstand, es habe bereits seit eineinhalb Jahren keine Vorstandssitzung mehr gegeben. Auf die OZ-Frage, warum er die als Vorsitzender nicht einberufen habe, antwortete er: „Ich habe immer die praktische Arbeit gemacht. Ich lebe für den Garten. Wir haben die Saison gut gearbeitet. die anderen beiden Vorstandsmitglieder waren zum Arbeiten direkt im Garten nie da. Sie hätten ja auch eine Vorstandssitzung einberufen können, um erst mal mit mir zu reden.“ Er gestand, dass die Buchführung nicht unbedingt herkömmlich gehandhabt wurde. „Wir sind da sehr locker, aber ich kann zu allen Dingen, die den Verein betreffen, Auskunft geben“, so Lars Bergemann. Aus diesem Grund sehe er auch einer Befragung durch die Staatsanwaltschaft gelassen entgegen und versichert, dass die Arbeit des Vereins Regenbogenpark im kommenden Jahr weitergehen werde.

Cornelia Meerkatz

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