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Greifswald Stau vorprogrammiert: Neue Bauarbeiten in Greifswalder Innenstadt
Vorpommern Greifswald Stau vorprogrammiert: Neue Bauarbeiten in Greifswalder Innenstadt
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10:04 03.04.2019
Hohes Verkehrsaufkommen auf der Koitenhäger Landstraße. Ab April startet die neuen Baustelle. Quelle: Anne Ziebarth
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Greifswald

Der Stausommer des vergangenen Jahres ist noch nicht vergessen, jetzt steht den Autofahrern der Hansestadt bereits die nächste Nervenprobe bevor. Erneut steht die Koitenhäger Landstraße im Mittelpunkt des Geschehens. Am Donnerstag beginnen Bauarbeiten an der Unterführung der Straße in Höhe des Stadtparks, bis Ende Oktober soll die Verkehrsader in Höhe der Brücke zum Teil halbseitig gesperrt werden, an Wochenenden ist sogar von einer Vollsperrung die Rede. Dieses Mal ist allerdings nicht das Abwasserwerk der Stadt verantwortlich, sondern das Land. Grund: Die Koitenhäger Landstraße heißt nicht nur so, sondern ist auch eine echte „Landstraße“,(L26) somit liegt die Verantwortung im Land.

Bauarbeiten gehen nach Ostern in die heiße Phase

Die Brücke über den Fuß- und Radweg ist 1990 gebaut worden Quelle: Anne Ziebarth

In den ersten zwei Wochen der Bauarbeiten wird der Verkehr zweispurig weitergeführt, allerdings mit verengter Spurbreite. „Es kann passieren, dass auch eine Baustellenampel zum Einsatz kommt“, sagt Martina Jürgens vom verantwortlichen Straßenbauamt Neustrelitz. „Das versuchen wir aber zu minimieren.“ Voraussichtlich in der letzten Aprilwoche geht es dann zur Sache und die Straße wird halbseitig gesperrt. Dann fließt der Verkehr nur noch in Richtung der Wolgaster Straße, eine Umleitungsroute muss noch festgelegt werden. Im vergangenen Jahr war es während einer ähnlichen Baustellensituation auf der Koitenhäger Landstraße zu langen Staus vor allem auf der Wolgaster Straße gekommen, Autofahrer berichteten von Zeitverlusten von über 45 Minuten. In der Stadt sieht man den Zeitpunkt der Bauarbeiten kritisch, man gehe von erheblichen Einschränkungen des Verkehrsflusses aus. „Unsere Bitte, die Maßnahme ins nächste Jahr zu verschieben, wurde kategorisch abgelehnt“, sagte Bausenatorin Jeannette von Busse (CDU) auf der Bürgerschaftssitzung im März. „Das Straßenbauamt hat betont, dass es als Straßenlastträger über den Zeitpunkt von Maßnahmen alleine entscheidet. Die Brücke sei in einem so schlechten Zustand, dass nicht mehr länger mit der Sanierung gewartet werden könne. “

Brücke ist fast dreißig Jahre alt

Darüber gehen die Meinungen auseinander. „Die Brücke wurde im Jahr 1990 aus Fertigbauteilen errichtet“, erinnert sich der Greifswalder Verkehrsplaner Lothar Meinhardt, der lange für die Hansestadt als Verkehrsplaner gearbeitet hat. „Sicherlich geschah das in Zeiten der Mangelwirtschaft, aber die Brücke ist ja nicht kaputt. Ich bin sicher, dass man die Baumaßnahmen verschieben könnte, zumindest bis zum Ende der Saison.“ Das sieht man im Straßenbauamt Neustrelitz anders. „Der Überbau der Fußgängerunterführung muss instand gesetzt werden, da dieser eine Vielzahl an Schäden aufweist “, erklärt Martina Jürgens vom Straßenbauamt und verweist auf Sicherheitsmängel. „Insbesondere Kappen, Gesimse und Fugen weisen Schäden auf.“ Der Brückenüberbau müsse bis auf den Beton freigelegt werden, zudem würde die L26 vor und hinter dem Bauwerk grundhaft erneuert.

Unterführung für Fahradfahrer und Fußgänger gesperrt

Fußgängerunterführung Koitenhäger Landstraße Quelle: Anne Ziebarth

Eine Alternative zur einseitigen Sperrung habe man nicht gefunden. „Es wurde geprüft den Verkehr mittels Ampelregelung an der Baustelle vorbei zu führen“, berichtet Martina Jürgens vom Straßenbauamt Neustrelitz. „Da wir aber den Rad- und Fußgängerverkehr über die Straße führen müssen, würde dies zu erheblichen Störungen im Verkehrsfluss kommen.“ An zwei Wochenenden muss die Koitenhäger Landstraße sogar voll gesperrt werden, wann das genau sein wird, ist noch unklar.Auch für die Fußgänger und Radfahrer bedeutet das Bauvorhaben Einschränkungen. „Fußgänger können die Landstraße mithilfe einer Bedarfsampel queren“, sagt Martina Jürgens vom Straßenbauamt Neustrelitz. „Die Unterführung ist für Fußgänger und Radfahrer gesperrt.“

Die Baumaßnahme Ketscherinbach muss wegen der zweiten Baustelle nicht pausieren, es gibt sogar Vorteile. „Wir liegen im Umleitungsbereich der Straßenbaumaßnahme und können ungehindert –also auch mit halbseitiger Sperrung – arbeiten“, beschreibt Elke Siekmeier von den Abwasserwerken. „Wir liegen noch im Zeitplan, obwohl sich einige Arbeiten innerhalb des Bauablaufs verschoben haben.“

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Anne Ziebarth

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