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Greifswald Stichwahl wird für CDU kein Selbstläufer
Vorpommern Greifswald Stichwahl wird für CDU kein Selbstläufer
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10:02 29.05.2018
CDU-Kandidat Michael Sack gewinnt die Landratswahl und muss am 10. Juni gegen den AfD-Kandidaten in die Stichwahl. Seine Familie - Frau Christina und die Kinder Max und Nele - sowie viele Familienangehörige, Freunde und CDU-Mitglieder waren zum Gratulieren nach Loitz gekommen.
CDU-Kandidat Michael Sack gewinnt die Landratswahl und muss am 10. Juni gegen den AfD-Kandidaten in die Stichwahl. Seine Familie - Frau Christina und die Kinder Max und Nele - sowie viele Familienangehörige, Freunde und CDU-Mitglieder waren zum Gratulieren nach Loitz gekommen. Quelle: Meerkatz Cornelia
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Greifswald

In zwei Wochen, am 10. Juni, gehen der Christdemokrat Michael Sack und der AfD-Kandidat Axel Gerold in die Stichwahl für das Amt des Landrates im Kreis Vorpommern-Greifswald. Laut vorläufigem Wahlergebnis erreichten sie die meisten Stimmen. Sack bringt es auf 41,5 Prozent, Gerold auf 15,7. Bei der CDU herrscht zuversichtliche Stimmung. „In 14 Tagen machen wir den Sack zu“, hatte Michael Sack am Sonntagabend in Loitz in Anspielung auf seinen Namen gesagt. „Aber: Damit das gelingt, ist viel Arbeit vonnöten. Die Stichwahl wird kein Selbstläufer.“ Bis zum 10. Juni will er Veranstaltungen und Gesprächsrunden besuchen. „Und ich werde an Haustüren klingeln und mit den Bürgern sprechen“, so Sack. Außerdem will er das Gespräch mit den anderen Parteien sowie den drei Einzelkandidaten suchen. „Ich möchte ein Landrat für alle Bürger sein. Es gehört zu meinem Selbstverständnis, sie mit einzubeziehen“, betont der 44-Jährige. Hochburgen des Christdemokraten waren seine Heimatstadt Loitz und die Umlandgemeinden, aber auch die Gemeinden des Amtes Lubmin sowie die Städte Wolgast, Anklam und Gützkow.

Unterstützung durch unterlegene Einzelkandidaten

Für die Stichwahl sieht es so aus, als hätte der CDU-Mann die besseren Chancen – auch dank der gestern öffentlich gewordenen Unterstützung durch die FDP und des Drittplatzierten Dirk Scheer sowie von Andreas Suttor, ebenfalls Einzelkandidat. SPD und Grüne denken offiziell noch über eine Wahlempfehlung nach. Teile der SPD um den Chef der Kreistagsfraktion Norbert Raulin haben aber bereits Hilfe für Michael Sack zugesagt. Noch nicht positioniert haben sich die Linken. Sack sagt, er werde für den sieg hart kämpfen müssen. Denn gewonnen habe er, wenn alle Stimmen ausgezählt sind und die Mehrheit für ihn gestimmt habe.

AfD-Hochburgen auf Usedom

Der AfD-Kandidat wiederum ist mit dem Einzug in die Stichwahl sehr zufrieden. „Ich habe meine persönliche Messlatte und auch die meiner Partei übersprungen“, teilt er mit. Die AfD besitzt im Landkreis mehrere Hochburgen. Dazu gehört erneut die Gemeinde Garz auf Usedom, wo Axel Gerold 53,8 Prozent holte. Auch in Wolgast, wo CDU-Mann Sack mit 34 Prozent Sieger wurde, ist die AfD stark. Sie erreichte dort 22,8 Prozent. Ähnlich sieht es in Ueckermünde aus.

Bürger fühlen sich vergessen

Dass der AfD-Kandidat in den Gemeinden des Usedomer Südamtes die zweitmeisten Stimmen bekommen hat, begründet Südamtsvorsteher Karl-Heinz Schröder (CDU) mit der Unzufriedenheit der Bürger. „Sie fühlen sich vergessen, wenn es um den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur geht. Das ist eine Protestwahl. Vom Landrat wünsche ich mir noch mehr Druck in Richtung Schwerin.“

Meerkatz Cornelia

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