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Greifswald Diskostreit in Wusterhusen bei Greifswald
Vorpommern Greifswald Diskostreit in Wusterhusen bei Greifswald
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15:53 24.05.2019
Die frühere Disko Genesis wird abgerissen. Seniorenwohnungen sollen entstehen Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Wusterhusen

Eine Investorengemeinschaft aus vier Personen hat die Ruine der Diskothek „Genesis“ erworben. Auf der letzten Gemeindevertretersitzung mutmaßten Vertreter der Wählergemeinschaft„Parteifreie Wähler“ Bürgermeister Burkhard Köpnick vor, dass er an dabei ein Vorkaufsrecht der Gemeinde missachtete. „Das hat es nie gegeben“, sagt Rechtsprofessor Frank Hardtke, der wie Köpnick zu der Investorengemeinschaft gehört. Nach der Pleite der Eigentümer war das Grundstück zwar mit Krediten von über zwei Millionen Euro belastet. Das Geld hatten unter anderem Bank, Finanzamt und Brauerei zu bekommen. In so einem Fall könnte das Land den Besitz übernehmen, wollte das aber nicht. „Damit war das Grundstück herrenlos“, erläutert Hardtke.

Gemeindevertretung wollte Grundstück nicht

„Wir hätten als Gemeinde das Grundstück bekommen können“, aber mit den Schulden so Köpnick. Er habe das in der Gemeindevertretung vorgestellt, aber niemand wollte die Ruine mit den vielen Schulden dazu. Immer wurde dort eingebrochen, die Ex-Disko wurde als Schlafplatz missbraucht. „Ich will diesen Schandfleck in unserem schönen Dorf beseitigen“, sagt der Bürgermeister. Zwei Jahre wurde dann von den Investoren mit der Bank um einen einvernehmlichen Preis verhandelt. „Er lag immer noch über den Richtwerten für Wusterhusen“, informiert Hardtke.

Großer Bedarf für betreutes Wohnen

Die Investoren wollen hier nach dem Abriss eine betreute Wohnanlage errichten. „Wir haben deshalb eine Bauvoranfrage gestellt“, so Köpnick. Der Bedarf sei da. „Obwohl noch nichts klar ist, gibt es eine Liste von Interessenten, vor allem Wusterhusener.“ Leider habe sich der Finanzausschuss noch nicht mit der Angelegenheit befasst, bedauert Köpnick. Er vermutet, dass Neider dahinter stecken. Allerdings gilt derzeit ohnehin ein Abrisstopp, weil die Abrissfirma kein Fledermausgutachten erstellen ließ.

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