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Greifswald Studentische Abstimmung über Arndt
Vorpommern Greifswald Studentische Abstimmung über Arndt
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00:00 25.11.2017
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Greifswald

Die Urabstimmung der Studierenden über eine Trennung der Uni von ihrem umstrittenen Patron Ernst Moritz Arndt (1769 – 1860) ist in trockenen Tücher. Wie Initiator Fabian René Fischer informierte, hat eine zweite Prüfung der Unterschriften 1011 gültige ergeben. Das ist mehr als die nötigen zehn Prozent der Immatrikulierten. In der nächsten Woche muss nun noch das Studierendenparlament (Stupa) die Urabstimmung beschließen. Als Termin bietet sich die nächste Stupa-Wahl im Januar an.

Im Dezember könnte der engere Senat (24 Mitglieder) die Namensfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des zuständigen erweiterten Senats (36 Mitglieder, voraussichtlich im Januar) setzen. Die im Januar 2017 beschlossene Trennung von Arndt war an formalen Gründen gescheitert. Ein erneuter Antrag im Oktober wurde zur Überarbeitung zurückgezogen (die OZ berichtete). Dazu, wie die Mitglieder der Uni über eine Trennung von Arndt denken, findet vom 27. November bis zum 8. Dezember eine elektronische Umfrage statt. Dafür hatte sich der Senat auf Anregung der Mitarbeitersenatoren ausgesprochen. Zur Auswahl stehen Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Universität Greifswald oder sowohl der eine oder der andere Name gleichzeitig oder keine Meinung. Umfrage und Urabstimmung sind nicht bindend, die Senatoren entscheiden autonom.

Die Mitglieder der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Uni haben sich zu über 90 Prozent in einer Abstimmung für die Beibehaltung des Namens ausgesprochen, informierte der Präsident, der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow. „Ich werde bei einer Ablegung des Namens zurücktreten.“ Der frühere Präsident Rudolf Kunze habe bereits die Auflösung der Gesellschaft beantragt. „Ich habe dagegen argumentiert, dass die Gesellschaft für die Uni wichtig ist.“ Im Fall der Trennung von Arndt rechnet Liskow damit, dass insbesondere aktive Mitglieder die Gesellschaft verlassen, die damit in ihrer Existenz bedroht sei.

eob

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