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Greifswald THW Greifswald sammelt Müll aus dem Ryck
Vorpommern Greifswald THW Greifswald sammelt Müll aus dem Ryck
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08:05 31.03.2019
Plastikfolien, Eimer und einen Autoreifen fischten die THW-Jugend aus dem Ryck. Quelle: Stefanie Ploch
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Greifswald

„Dort im Schilf schwimmt noch eine Flasche“, ruft Marvin Mehl (15) den Kameraden im Boot zu. Das Boot nimmt Kurs auf den Abfall, nach kurzer Zeit ist die Flasche im Müllsack verstaut. Insgesamt 20 Ehrenamtliche der THW, darunter fast die komplette Jugendabteilung, waren am Sonnabend mit zwei Booten auf dem Fluss unterwegs, um ihn im Rahmen der Aktion „Greifswald räumt auf“ von Unrat zu befreien. Plastikeimer, Planen und einen Autoreifen sammelten die Freiwilligen aus dem Wasser, Fahrräder waren in diesem Jahr überraschenderweise nicht dabei. Doch ein anderer Fund löste laute „Ieehhh“-Rufe aus: Eine benutzte Klobürste. „Die lag hier wohl schon etwas länger“, war der Kommentar der Jugendlichen. „Wie die wohl dort hin gekommen ist?“ Es sei asozial, dass die Leute ihren Müll einfach in der Umwelt entsorgen, findet THW-Nachwuchs Marvin Mehl. Dazu noch in schwer zugänglichen Bereichen, die für Natur und Umwelt eine große Rolle spielen. „Ohne die Boote kommt man an manche Bereiche im Schilf gar nicht erst ran“, sagt Marvin. „Innerhalb kürzester Zeit hatten wir die Müllbeutel voll.“ Er nahm im vergangenen Jahr schon an der Aktion „Greifswald räumt auf“ teil. Damals fanden die Helfer unter anderem einen Einkaufswagen im Wasser.

„Wir haben beim THW auch einen Bildungsauftrag“, erklärt der Ausbildungsbeauftragte des THW-Ortsverbandes Michael Kasch die Beweggründe, sich an der Aktion zu beteiligen. „Dazu gehört auch, das Bewusstsein für die Umwelt zu fördern.“ Die jungen THW-ler musste Michael Kasch aber nicht lang bitten: Fast alle Jugendlichen der Ortsgruppe machten mit. „Heute gehen so viele Leute auf die Straße und sammeln den ganzen Müll, ich möchte mich auch mit einbringen“, sagt Sophie Schmidt. „Und im Team macht auch das Müllsammeln Spaß.“ Die 18-Jährige engagiert sich seit knapp drei Jahren in der THW-Jugendgruppe. Das der Müll einfach in den Ryck geworfen werde, könne sie nicht versehen. „Die Tiere im Ryck müssen darunter leiden, obwohl sie dafür nichts können“, sagt sie.

„Schon wieder ein Plastikbecher“, sagt Jeremy (11) zu seinem Kameraden Florian (12) Quelle: Stefanie Ploch

Stefanie Ploch

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