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Greifswald Theaterreform: Politiker fühlen sich von Brodkorb erpresst
Vorpommern Greifswald Theaterreform: Politiker fühlen sich von Brodkorb erpresst
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00:00 07.10.2015
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Greifswald

Die Pläne der Landesregierung zur Fusion des Theaters Vorpommern mit der Theater- und Orchester GmbH (TOG) Neubrandenburg und Neustrelitz stoßen bei Kommunalpolitikern in Greifswald auf Ablehnung. Dennoch hoffen selbst Kritiker, dass es zu einer Einigung mit dem Kultusministerium kommen und die sogenannte Zielvereinbarung in den sechs betroffenen Gebietskörperschaften eine Mehrheit finden werde. „Denn die ist praktisch alternativlos“, sagt Bürgerschaftsmitglied Ulrich Rose (Alternative Liste).

Grund ist die Ankündigung des Kultusministers Matthias Brodkorb (SPD), im Falle einer Ablehnung des Papiers die jährlichen Zuschüsse des Landes für das Theater ab 2016 um eine halbe Million Euro zu reduzieren. Mehr noch: „Das Land kündigte an, schon jetzt im Oktober die Mittel kürzen zu wollen“, moniert der Vorsitzende des Kulturausschusses der Bürgerschaft, Milos Rodatos (Piraten). Rose hat dafür nur einen Kommentar: „Das ist Erpressung.“

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Rodatos werde der Zielvereinbarung nicht zustimmen: „Eine Fusion gegen alle Widerstände durchzudrücken und mit Kürzungen zu drohen, ist keine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt er.

Die aber wäre notwendig, sollte das Land wie beabsichtigt 51 Prozent der Gesellschafteranteile an dem fusionierten „Staatstheater Nordost“ halten. Dennoch denkt Rodatos, dass es bei der Bürgerschaftsabstimmung am 12. Oktober eine Mehrheit für die Zielvereinbarung geben werde.

Ähnlich sieht das Rose. Auch er werde dem Dokument die Zustimmung verweigern, hoffe aber auf eine Mehrheit dafür: „Wenn wir unser Theater erhalten wollen, bleibt nur dieser Weg. Andernfalls müsste die Bürgerschaft sofort 700000 Euro für das Theater locker machen und die Zuschüsse ab 2016 dynamisieren.“ Das sei illusorisch.

Der Kreistag von Vorpommern- Rügen stimmte der Zielvereinbarung trotz großer Kritik am Montag zu. In der Stralsunder Bürgerschaft steht die Entscheidung noch aus. Der Kultur- und der Finanzausschuss der Greifswalder Bürgerschaft wollen das Thema heute in einer Sondersitzung diskutieren (18 Uhr, Theater).



Petra Hase

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