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Greifswald Tote aus dem Kosenowsee geborgen
Vorpommern Greifswald Tote aus dem Kosenowsee geborgen
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16:42 20.02.2018
Aus dem Kosenowsee bei Gützkow wurde am Dienstag eine leblose weibliche Person geborgen. Das scheinbare Alter gibt die Polizei mit 70 Jahren an. Quelle: Woldt, Elisabeth
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Gützkow

Aus dem Gützkower Kosenowsee wurde Dienstagvormittag durch Kräfte der freiwilligen Feuerwehr eine leblose Person geborgen. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine Frau. Deren scheinbares Alter wird mit etwa 70 Jahren angegeben. Die Identität muss erst noch geklärt werden. Bislang liegt noch keine Vermisstenmeldung vor. Noch ist auch völlig unklar, wie die Frau in den See gekommen ist. Die Polizei geht aber erst einmal nicht von Fremdverschulden aus, sondern vermutet einen tragischen Unfall. Die Frau könnte beim Spazierengehen auf dem gefrorenen Boden ausgerutscht und ins Wasser gefallen sein. Um all diese Fragen zu klären, wurde eine Obduktion in der Greifswalder Rechtsmedizin angeordnet.

Im Dezember fiel Arbeiter aus Polen in den Ryck

Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen im Wasser, bei dem Menschenleben zu beklagen sind. Erst Anfang Dezember 2017 war ein 41-jähriger Mann aus Polen tot aus dem Ryck geborgen worden. Arbeitskollegen hatten ihn nach einem Glühweinabend bei der Polizei als vermisst gemeldet. Die Männer, die gemeinsam in einer Wohngemeinschaft leben und in der Hansestadt arbeiten, hatten ihren Kollegen am Abend zuvor gegen 18 Uhr zuletzt im Bereich des Museumshafens gesehen. An den sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen waren die Polizei des Greifswalder Reviers, Fährtenhunde, die Berufsfeuerwehr Greifswald und der kommunale Ordnungsdienst der Hansestadt beteiligt. „Die städtischen Mitarbeiter und die Polizei entdeckten den Leichnam gemeinsam“, sagte damals Polizeisprecherin Denis Lemke. Der Mann trieb im Bereich des Museumshafens im Wasser und hatte einen Rucksack dabei, was das auffinden der Leiche erleichterte. Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf eine mögliche Gewalteinwirkung Dritter. Vielmehr ging die Polizei von einem tragischen Unfall durch Ertrinken aus. Da der Mann mit offener Hose gefunden worden war, lag der Verdacht nahe, dass er beim Austreten verunglückt war. Der 41-Jährige lebte offenbar unter der Woche in Greifswald und fuhr nur am Wochenende in seine polnische Heimat.

Immer wieder tragische Todesfälle durch Ertrinken

In der Vergangenheit hat es bereits mehrere tragische Todesfälle im Ryck gegeben. Ein 77-Jähriger stürzte im Oktober 2015 eine steile Böschung am Wehr hinunter in den Ryck und ertrank. Eine 83-Jährige war im April 2014 leblos am Ryckufer gefunden worden. Die genauen Umstände des Todes konnten damals nicht geklärt werden. Im Februar 2008 kam ein 52-Jähriger im Fluss ums Leben. Er war von einem Passanten in Höhe des Ryckwäldchens gefunden worden. Glück im Unglück hatte im Dezember vor einem Jahr ein damals 38-Jähriger, der betrunken in den wenige Grad kalten Ryck stürzte. Mehrere Anwohner hatten damals seine Hilferufe gehört. Die Feuerwehr konnte den Mann binnen weniger Minuten retten.

Meerkatz Cornelia

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