Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Treibt ein Pferde-Ripper bei Elmenhorst sein Unwesen?
Vorpommern Greifswald Treibt ein Pferde-Ripper bei Elmenhorst sein Unwesen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 25.08.2015
Wallach „Whisky“, hier noch quicklebendig, wurde am Donnerstag tot auf der Koppel gefunden. Quelle: Kristine Schröder
Elmenhorst

Als Kristine Schröder am Donnerstagmorgen auf ihre Koppel in Elmenhorst (zwischen Stralsund und Grimmen) kommt und eines ihrer Tiere reglos auf dem Boden liegen sieht, bleibt sie erschrocken stehen. „Ich habe sofort gesehen, dass das Pferd tot ist“, schildert die Tierliebhaberin ihre ersten Gedanken und erklärt: „In diesem Moment gehen einem tausend Sachen durch den Kopf. Ich habe die Tiere bereits als Fohlen bekommen. Gefühlsmäßig war dieser Moment einfach furchtbar.“ Die erfahrene Pferdebesitzerin erkennt aber zu diesem Zeitpunkt, dass etwas aus ihrer Sicht komisch ist.

„Mein Wallach war 22 Jahre alt und in einem super Gesundheitszustand. Wie das Tier dort lag — das passte einfach nicht“, beschreibt sie und erklärt: „Wenn ein Tier krankheits- oder altersbedingt stirbt, würde es sich unwohl fühlen und beispielsweise durch den Stress schwitzen. In diesem Fall habe ich aber sofort erkannt, dass mein Pferd einfach, wie vom Blitz getroffen, umgefallen war.“

Weil Kristine Schröder der plötzliche Tod des Tieres so nahe geht, will sie sich in diesem Moment ihr Pferd gar nicht weiter ansehen. „Ich habe den Abdecker informiert, weil ich den Anblick nicht länger ertragen konnte.“

Erst beim Abtransport des Tieres wird ein weiteres Detail entdeckt, welches die Pferdebesitzerin aus Elmenhorst weiter stutzen lässt. „Ein Ohr wurde eindeutig abgeschnitten. Es war ein glatter Schnittrand. Wenn ein Tier dies abgebissen hätte, würde es anders aussehen. Zudem war hier keine Blutung zu erkennen, so dass ich vermute, dieses geschah nach dem Tode meines Pferdes“, sagt sie.

Trotz intensiver Suche auf dem zirka sechs Hektar großen Gelände ist das Ohr nicht zu finden. „Furchtbar, wenn ich mir überlege, dass dieses vielleicht sogar jemand als Souvenir seiner Tat mitgenommen hat“, sagt Kristine Schröder fassungslos.

Dem Abdecker soll beim Abtransport zudem aufgefallen sein, dass das Pferd eine Kopfwunde hatte, die anscheinend stark geblutet hat. „Was ich erst nicht sehen konnte: Unter dem Pferdekopf befand sich eine große Blutlache“, erklärt sie und vermutet: „Nachdem ich das jetzt ein paar Tage habe sacken lassen, glaube ich, es wurde ein Bolzenschussgerät oder ähnliches verwendet.“ Dies würde nach der Meinung der Pferdebesitzerin auch dazu passen, dass ihr Tier einfach umfiel.

Zudem beschreibt sie, dass die anderen Tiere sehr erschrocken waren, als sie am Morgen auf die Koppel kam. „Mein Nachbar hat in der Nähe meiner Koppel ein Auto gesehen und gehört, wie eine Autotür geschlossen wurde. Dies geschah in der Nacht zum Donnerstag gegen zwei Uhr. Er hat sich dabei aber nichts gedacht.

Seit dem Tod des Pferdes macht Kristine Schröder jede Nacht Kontrollgänge über die Koppel. Erst gestern alarmierte sie die Polizei. „Ich dachte erst, eine Information an die Polizei bringt nicht viel. Jetzt bin ich mir aber sicher, dass dies kein natürlicher Tod war und möchte alle warnen“, sagt sie.

Bürger, die Hinweise zu dem
Fall geben können, werden gebeten,
sich bei der Grimmener Polizei unter ☎ 038326 / 5 70, im Internet unter www.polizeimvnet.de oder jeder
anderen Polizeidienststelle zu melden.



Raik Mielke

GFC III und HFC II trennen sich leistungsgerecht mit 1:1.

25.08.2015

Der Drittligist sagt ,Danke‘ für die gute Unterstützung.

25.08.2015

Bei der Amateur-EM erkämpfte sich der Greifswalder Florian Schulz die Silbermedaille. Ohne seinen Mentor Horst Femfert wäre er wahrscheinlich nie so weit gekommen:

25.08.2015