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Greifswald Botschafter wirbt beim ersten Greifswalder Bohemicum für Tschechisch
Vorpommern Greifswald Botschafter wirbt beim ersten Greifswalder Bohemicum für Tschechisch
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14:32 10.09.2019
Tomas Jan Podivinsky, Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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Greifswald

Die Slawistik hat es schwer in Deutschland. An den Hochschulen werden Lehrstühle abgebaut. Tschechisch, anders als Russisch kein Lehramtsfach, hat es besonders schwer. „Es gibt nur in Leipzig ein Tschechischlektorat“, bedauert Tomas Jan Podivinsky, Botschafter der Tschechischen Republik, bei der Eröffnung des ersten Greifswalder Bohemicums im Krupp-Kolleg. „Das ist eine triste Lage.“ Er hoffe, dass auch bei dieser Sommerakademie des Greifswalder Instituts für Slawistik, „Die Macht der Sprache. Moz jacyka“, darüber gesprochen werde. „Tschechisch ist eine schwierige Sprache, aber sie ist desto reichhaltiger und schöner“, warb der Botschafter. „Und sie ist die Sprache eines Nachbarn.“

„Es gibt 13 bis 15 slawische Philologien“, sagte Prof. Andreas Ohme, der Direktor des Greifswalder Slawistik-Institutes. „Das kann keine Universität in Deutschland abdecken.“ In Greifswald gibt es die vom Auswärtigen Amt unterstützte Ukrainistik als Alleinstellungsmerkmal, die Russistik und Polonistik mit den Lehramtsstudiumangeboten und eben die Bohemistik, die mit der Berufung Ohmes stärker als zuvor in den Fokus rückt. Mit der Sommerschule rücke Böhmen ans Meer. Literatur habe die Macht dazu, sagte Ohme in Anspielung auf Zitate William Shakespeares und Ingeborg Bachmanns. Das sei eine gute Nachricht für Greifswald, das auf traditionell gute Beziehungen mit der Masayryk-Universität Brünn (Brno) aufbauen könne. Es werde nicht das letzte Bohemicum sein, sicherte der wissenschaftliche Geschäftsführer des Krupp-Kollegs, Christian Suhm, zu.

Von Eckhard Oberdörfer

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