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Greifswald Unimedizin Greifswald plant Pflegestudium
Vorpommern Greifswald Unimedizin Greifswald plant Pflegestudium
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12:08 21.05.2019
Das Universitätsklinkum Greifswald.
Das Universitätsklinkum Greifswald. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

In der Gesundheits- und Krankenpflege gibt es Nachwuchssorgen. Zugleich steigen der Pflegebedarf und die Anforderungen an die Qualität. Fachkräfte mit Uniabschluss sollen bei der Lösung der Probleme helfen. „Die Universitätsmedizin Greifswald hat beim Land die Einführung eines Bachelorstudiengangs mit dem Schwerpunkt Pflege im interprofessionellen Team mit Beginn zum Wintersemester 2020/2021 beantragt“, informiert Christian Arns, der Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Marketing. „Der Antrag wird noch bearbeitet.“ In Mecklenburg-Vorpommern bietet derzeit die Hochschule Neubrandenburg den dualen Direktstudiengang Pflegewissenschaft/Pflegemanagement an. In neun Semestern absolvieren die Studierenden in der Vier-Tore-Stadt auch eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege.

Vorgesehener Abschluss in Greifswald sei der Bachelor of Science „Angewandte Pflegewissenschaften“, so Christian Arns. Ob es tatsächlich bei diesem Titel bleibe, stehe noch nicht fest. „Wir planen, dass etwa 30 Studierende im nächsten Jahr immatrikuliert werden. In den Folgejahren könnten es mehr werden. Da es sich um ein wissenschaftliches Studium handele, werde auch eine neue Professur benötigt.

Die Unimedizin gehe darüber hinaus von einem zusätzlichen Bedarf von sieben Mitarbeitern aus. Das seien aber alles noch Planungen, denen das Land zustimmen müsse, erinnert Arns. Sinnvoll sei so ein neuer Studiengang auf jeden Fall.

„Die Qualifizierung von Pflegefachkräften an der Hochschule bietet die Chance, einen größeren Personenkreis für Pflegeberufe zu gewinnen“, argumentiert er dafür. Darüber hinaus könnten über das Studium die Kompetenzen der Mitarbeiter erweitert werden.

Die Bachelorstudenten würden auf eine wissenschaftsbasierte Tätigkeit vorbereitet, „Das eröffnet ihnen im Berufsleben mehr Gestaltungsspielraum und gibt Anreize für eine Weiterentwicklung“, wirbt Arns. Attraktivere Arbeitsbedingungen, höhere Zufriedenheit der Pflegefachkräfte und auch eine höhere Vergütung aufgrund der Qualifizierung und der höheren Verantwortung kämen hinzu.

Eckhard Oberdörfer