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Greifswald Unique Ideenwettbewerb: Bio-Grillkohle, Öko-Pizza-Kartons und nachhaltig produzierte Kleidung
Vorpommern Greifswald Unique Ideenwettbewerb: Bio-Grillkohle, Öko-Pizza-Kartons und nachhaltig produzierte Kleidung
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17:10 04.07.2019
Preisübergabe an Marcell Welle (Mitte) und Matti Winkler (rechts) für ihre Idee der Grillkohle aus Bio-Masse durch Dr. Rainer Cramm, BioCon Valley GmbH
Preisübergabe an Marcell Welle (Mitte) und Matti Winkler (rechts) für ihre Idee der Grillkohle aus Bio-Masse durch Dr. Rainer Cramm, BioCon Valley GmbH Quelle: Magnus Schult/Universität Greifswald
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Greifswald

Von Grillkohle aus Biomasse über eine Lern-App in Quizform bis hin zu ökologisch produzierten Pizza-Kartons und nachhaltiger Kleidung. Auch in diesem Jahr zeigte sich, wie vielfältig die Einfälle sind, die beim Unique-Ideenwettbewerb eingereicht und vorgestellt wurden.

Sieben Teams gingen an den Start. In den Kategorien Forschende/Absolventen und Studierende bewertete eine Fachjury die Einfälle. „Wir können mit der Zahl und der Qualität der eingereichten Ideen außerordentlich zufrieden sein“, sagte Dr. Stefan Seiberling, Leiter des Zentrums für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald. Besonders erfreulich sei, dass sich das Thema Nachhaltigkeit verstärkt in kreativen und innovativen Geschäftsideen widerspiegelt, so Seiberling weiter.

Die Gewinner in der Kategorie Forschende/Absolventen

Erstplatziert und zudem Gewinner der Sonderpreise von Inter Medien Networks und der I.B.U. Projekt GmbH war das Team „öKohle“. Marcel Welle und Matti Winkler wollen eine bio-zertifizierte und CO2-neutrale Grillkohle aus regionaler Biomasse produzieren. Die „öKohle“ soll nachhaltig, hochwertig und regional-nordisch sein – für einen Grillgenuss, ohne dass ein Baum gefällt werden muss.

Den zweiten Platz belegte Dr. Daniel Hunold zusammen mit seinem Team. Die Idee: eine Plattform mit dem Ziel, Freude beim Lernen zu vermitteln. So solle die Plattform aus Lernstrategien, Techniken und Werkzeugen bestehen, mit denen Studierende effizienter, gesünder und erfolgreicher lernen. Der Gedanke: Damit solle nicht nur der Weg zu Bestnoten geebnet werden, sondern auch zu mehr Freizeit, weniger Stress und Zuversicht, alles im Leben meistern zu können.

Den geteilten dritten Platz erreichten die Teams „Quizzrd“ um Dr. Christian Becker und „Super Roomie“, bestehend aus Soeren Baumgardt und Miriam Grünig. Die Lern-App „Quizzrd“ solle den Inhalt gängiger Vorlesungen der Studiengänge Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik als Spiele-App bieten. Mit dynamischen und interaktiven Formaten solle beim Lernen keine Langeweile mehr aufkommen. Intelligente Tools im Hintergrund würden den gezielten Einsatz der App als Prüfungstrainer erlauben.

„Super Roomie“ hingegen ist eine (Web-)App-Anwendung, mit der die WG- und Mitbewohnersuche revolutioniert werden soll. Ein Machine Learning basierter Algorithmus erledige passende Übereinstimmung. So könnte schnell die optimale WG oder der perfekte Mitbewohner gefunden werden.

Die Gewinner in der Kategorie Studierende

Fast-Food-Verpackungen, insbesondere von Lieferservices, stellen ein großes Umweltproblem dar. Bisherige Lösungsansätze, wie beispielsweise Pfandsysteme, wurden von Kunden kaum angenommen und haben nicht zu deutlichen Müllreduzierung oder fachgerechter Entsorgung geführt. Die erstplatzierte Idee „CouPizza“ von Yannik Hörnschemeyer will Öko-Kartons in Kooperation mit Lieferservices und Werbepartnern in geldwerte Gutscheine oder Coupons umwandeln. Die Kartons sollen vollständig recycelbar sein und Kunden motivieren, diese fachgerecht zu entsorgen.

Die zweitplatzierte Idee „Consulting 5.0“ der Studenten Leonardo Bornhäußer und Louis Mummert ist eine Antwort auf die digitale Transformation und gestiegene Kundenanforderungen in Unternehmensberatungen. Ihr Ziel ist, Methoden der Persönlichkeitsanalyse zur Corporate Identity- und Image-Analyse anzuwenden, diese zu automatisieren, zu digitalisieren und als Software-Tool für Markt- und Markenforschung anzubieten. Über Schnittstellen soll „Consulting 5.0“ zum festen Bestandteil der Geschäftsanalytik und des Qualitätsmanagements von Unternehmen werden.

Den dritten Platz belegte der Student Maximilian Bieler mit seiner Idee der Greifswalder Webmanufaktur. In einer Schaumanufaktur will er auf historischen Webstühlen individuelle, hochwertige Kleidung, Interieur, Kunsthandwerk und Souvenirs sowie eigene Kollektionen mit regionalem Bezug nachhaltig produzieren – ein Stück Greifswald zum Anziehen also.

Presse Uni/Chl