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Greifswald Unimedizin sucht neuen Vorstandsvorsitzenden
Vorpommern Greifswald Unimedizin sucht neuen Vorstandsvorsitzenden
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12:48 25.03.2019
Der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Max P. Baur, wird zwei Monate eher als geplant seine Amtszeit beenden.    Quelle: Unimedizin Greifswald/ Manuela Janke
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Greifswald

Der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Max P. Baur, wird zwei Monate eher als geplant seine Amtszeit beenden. „Ich habe den Aufsichtsrat um eine Beendigung meiner Vertragslaufzeit bereits zum 31. März 2019 gebeten. Hintergrund der Entscheidung ist ein schwerer Verkehrsunfall in meiner Familie“, erklärte Baur. Der gebürtige Düsseldorfer war Mitte 2015 zum ersten hauptamtlichen Wissenschaftlichen Vorstand und Vorstandsvorsitzenden an der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) berufen worden. Die UMG zählt mit ihren 20 Kliniken, 19 Instituten und weiteren Tochterunternehmen sowie mit fast 4000 Mitarbeitern zu den größten Unternehmen und Ausbildungsbetrieben in MV. Die UMG ist auch Eigentümerin des Kreiskrankenhauses in Wolgast.

„Als Vorstandsvorsitzender stand ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen vor der Aufgabe, in schwierigen Zeiten der Konsolidierung die drei elementaren Säulen der Universitätsmedizin, die Forschung, Lehre und Krankenversorgung, gleichwertig und ausgewogen weiter zu entwickeln und das Flaggschiff der Region Vorpommern wieder ins ruhige Fahrwasser zu manövrieren“, blickt Baur zurück und bedankte sich bei seinen Mitarbeitern. „Ich gehe fest davon aus, dass der erfolgreiche Sanierungsprozess sich auch in diesem Jahr in den Ergebnissen beim Jahresabschluss widerspiegeln wird. Trotz aller Probleme, die die universitäre Spitzenmedizin auch bundesweit zu bewältigen hat, sehe ich unseren Medizin- und Wissenschaftsstandort Greifswald gut für die Zukunft gerüstet.“

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Studiengang Pflege soll Akzente setzen

Eine auskömmliche Grundfinanzierung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung, die Realisierung von innovativen Modellen zur Versorgung der ländlichen Region, den Abbau des Investitionsstaus bei der medizinische Ausstattung sowie die gezielte Berufungspolitik, Nachwuchsförderung und Fachkräftegewinnung sieht der scheidende Vorstandsvorsitzende als die größten Herausforderungen der Zukunft. „Greifswald zählt zu den beliebtesten Studienorten mit enorm großer Nachfrage. Dank der langjährigen Aufbauarbeit und des Einsatzes des amtierenden Studiendekans Prof. Hans J. Grabe sind wir in Greifswald auch ausgezeichnet auf die grundlegende akademische Reform des Humanmedizinstudiums, den Masterplan Medizinstudium 2020, vorbereitet.“ Weitere Akzente könnten die UMG darüber hinaus mit dem neuen Studiengang Pflege setzen, der in Kürze starten soll, meint Baur.

Nicht zuletzt war eine aktive Gleichstellungspolitik eine Herzensangelegenheit des scheidenden Vorstandsvorsitzenden. „Neun der insgesamt 21 Berufungen auf Professuren der UMG waren in den vergangenen vier Jahren Frauen, die sich in qualitativ hochkarätigen Verfahren durchgesetzt haben. Das ist eine vielversprechende positive Entwicklung, allerdings muss daran künftig nahtlos angeknüpft werden. Wir brauchen die hoch qualifizierten, engagierten Frauen in unserer UMG in allen Positionen.“

Nachfolge noch offen

Die Nachfolge für die Position des hauptamtlichen Dekans ist rechtzeitig ausgeschrieben worden. Aktuell befindet sich das aufwendige Berufungsverfahren auf der Zielgeraden. Der Fakultätsrat der Universitätsmedizin Greifswald wird demnächst über die neue Dekanin oder den neuen Dekan entscheiden. Über den Vorstandsvorsitz entscheidet anschließend der Aufsichtsrat.

OZ

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