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Greifswald „Unser Land braucht wieder mehr Sicherheit“
Vorpommern Greifswald „Unser Land braucht wieder mehr Sicherheit“
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00:00 27.07.2016
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Greifswald

Eigentlich habe er ein „super Leben, nette Kollegen und einen schönen Job“, sagt Amtsrichter Matthias Manthei. Doch ausgerechnet den will er zumindest zeitweise mit der Arbeit im Landtag von MV tauschen. „Es geht nicht anders. Das alte System ist zu starr für Veränderungen“, sagt der 44-jährige Wackerower, der als Direktkandidat der Alternative für Deutschland (AfD) antritt.

Veränderungen seien dringend nötig, so der AfD-Landesvorsitzende. Zu den wichtigsten Programmpunkten seiner Partei zähle, die Sicherheit im Land wieder zu erhöhen. „Das ist eine der wesentlichsten Aufgaben des Staates. Deshalb müssen wir das Personal der Polizei massiv aufstocken“, sagt Manthei. Die jüngste Attacke auf sein Wohnhaus habe ihm die Notwendigkeit erneut vor Augen geführt (die OZ berichtete). Eine Dreiviertelstunde habe er auf die alarmierte Polizei warten müssen. „Das ist keine Kritik an die Beamten. Sie kamen aus Heringsdorf, nicht aus Greifswald“, sagt Manthei. Mehr Sicherheit bedeute für ihn auch eine Neuausrichtung des Asylrechts und die Wiedereinführung von Grenzkontrollen, um illegale Einreisen zu stoppen. „Wir haben jeden Tag Rechtsbrüche“, sagt der Jurist.

Dass AfD-Kritiker der Partei deshalb Rechtspopulismus vorwerfen, kann er nicht nachvollziehen: „Wir fordern die Einhaltung der Gesetze. Was ist schlecht daran“, fragt er. Überhaupt lehne Manthei das Schubladendenken ab. „Man redet nicht mehr über Probleme oder das, was sinnvoll wäre, sondern nur noch über links und rechts. Das ist ein deutsches Phänomen. Sollen mich doch andere Leute einteilen, sofern sie wollen.“

Für ihn seien Inhalte ausschlaggebend. Im Landesprogramm der AfD gebe es eine lange Liste von Zielen, die er voll und ganz mittrage. „Beispielsweise wollen wir die Einführung einer ehrenamtlichen Sicherheitswacht nach bayerischem und sächsischem Muster prüfen“, nennt Manthei ein weiteres Beispiel. Die Helfer sollen von Beamten angeleitet werden – im Gegensatz zu einer selbstorganisierten Bürgerwehr, die die AfD ablehne. „Das darf aber nicht bedeuten, dass eine Wacht die Polizeiaufstockung ersetzt“, betont Manthei. Als Richter plädiert er außerdem für die Abschaffung des Heranwachsendenstrafrechts. „Mit 18 kann jeder wählen und Rechtsgeschäfte tätigen. Warum soll er dann nach dem milderen Jugendstrafrecht verurteilt werden“, fragt er.

Darüber hinaus stehe seine Partei für die Abschaffung der GEZ- Gebühren, für kostenlose Kitaplätze, mehr Geld für Bildung, mehr Lehrer für Schulen, mehr Lehrbeauftragte an Unis. Wie das „mehr“

finanziert werden soll, steht nicht im Wahlprogramm. Manthei: „Geld ist doch genug da. Die Steuereinnahmen sprudeln nur so, gerade sind wieder sieben Milliarden aus dem Nichts beim Bund aufgetaucht.

Das Geld ging an die Länder.“ Als Landtagsopposition werde man deshalb für eine Richtungsänderung eintreten. Petra Hase

OZ

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