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Greifswald Viele Baustellen: Über 45 Millionen fließen in Greifswalds Uni-Bauten
Vorpommern Greifswald Viele Baustellen: Über 45 Millionen fließen in Greifswalds Uni-Bauten
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17:20 26.02.2019
Die alte Uni-Bibliothek wird in diesem Jahr zur Baustelle. Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

2019 investieren das Land, der Bund, die Europäische Union und auch die Uni in die verschiedenen Standorte der Greifswalder Hochschule. Rund 46,7 Millionen Euro werden verbaut. Die OZ gibt einen Überblick zu den wichtigsten Vorhaben:

2,5 Millionen Euro für die alte Bibliothek

Die alte Universitätsbibliothek in der Rubenowstraße ist eine Baustelle. Im Magazin gelagerte Bestände sind seit dem 4. Februar nur eingeschränkt nutzbar. Nur in Sonderfällen können Nutzer dort stehende Bücher bekommen. Sie werden möglichst per Fernleihe beschafft. Wie das Rektorat weiter mitteilt, wird der Freihandbestand ab dem 15. März geschlossen. Die Bücher sind dann im zentralen Wissensspeicher zugänglich. „2,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung“, erläutert der für den Hochschul- und Klinikbau beim Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) zuständige Leiter Uwe Sander. „Mit der Fertigstellung rechnen wir im November 2020.“ Bei den Arbeiten geht es insbesondere um Brandschutz im Keller, neue Elek­troleitungen und auch die Innenausstattung, zum Beispiel das Treppenhaus. Die ur- und frühgeschichtliche Sammlung, die im Keller liegt, muss ausziehen.

Historisches Krankenhaus: Holzbalkendecken bleiben

Auf dem Loefflercampus am Lohmeyerplatz konzentrieren sich die Arbeiten in diesem Jahr auf das historische Universitätskrankenhaus (Innere Medizin), mit dessen Bau zur 400-Jahr-Feier der Uni 1856 begonnen wurde. Wegen der Bauarbeiten wurde der Zugang zum neuen Hörsaalgebäude, der neuen Bibliothek, der neuen Mensa mit Cafeteria und der sanierten früheren Chirurgie von der Loefflerstraße gesperrt. Aktuell ist der Zugang über die Hunnenstraße nutzbar.Was noch an historischer Substanz im alten Unikrankenhaus vorhanden ist, zum Beispiel einige Holzbalkendecken, bleibt erhalten. Auch der später angebaute Balkon hat heute Denkmalwert. Aktuell wird von Baukosten von 15,4 Millionen Euro ausgegangen. Planmäßig fertig wird dieses letzte Gebäude des neuen Campus der Geistes- und Sozialwissenschaften im März 2021 fertiggestellt. Hier ziehen dann unter anderem die Juristen ein.

Bei den Gewächshäusern sind Spezialisten gefragt

In der Innenstadt, der Fettenvorstadt und am Campus Beitzplatz werden 2019 Millionen in Gebäude der Uni Greifswald investiert. So wurde die Sanierung des letzten Gebäudes am Campus Loefflerstraße begonnen.

Für die Sanierung der historischen Gewächshäuser an der Münterstraße aus den 1880er Jahren laufen die Ausschreibungen. Für das Denkmal von nationaler Bedeutung werden Spezialisten benötigt, handelt es sich doch hier um eine Konstruktion aus genietetem Gusseisen – vergleichbar mit der des Eiffelturms. „Wir möchten 2021 fertig sein“, so Sander. Nachdem der Bund bestätigt hat, dass die von Berlin zugesagten 1,38 Millionen Euro für die Gewächshäuser bis zum 31. Dezember 2020 zur Verfügung stehen, wurden jetzt die Ausschreibungen durch den BBL veranlasst. Momentan geht man von Baukosten von 3,5 Millionen Euro aus. „Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis der Ausschreibungen“, sagt Sander. Ein konkretes Datum für den Baubeginn gibt es noch nicht.

Haltung und Zucht von Modelltieren am Beitzplatz

Ferner soll am Campus Beitzplatz im Frühjahr der Bau des so genannten Forschungsclusters IIIa neben dem Forschungscluster III beginnen. Hier werden Haltung und Zucht von Modelltieren für die medizinische Forschung an einem Ort zusammengeführt. Außerdem sollen in dem Gebäude Kurse für die studentische Ausbildung möglich sein. „Mit Honoraren sollen für das Forschungscluster IIIa 12,1 Millionen Euro investiert werden“, erläutert Uwe Sander. „Die reinen Baukosten liegen bei 9,6 Millionen Euro. Das Haus muss spätestens Ende 2020 genutzt werden.“ Diese Bedingung hängt mit der Förderung des Gebäudes durch die EU zusammen.

Rechenzentrum bis Ende des Jahres bezugsfertig

Am Campus Beitzplatz laufen auch die Arbeiten für das neue Rechenzentrum weiter, für das im letzten Jahr das Richtfest gefeiert wurde. Ende 2019 sollen die Mitarbeiter umziehen, die in der DDR errichteten alten Gebäude werden anschließend abgerissen. Mit Honoraren kostet der Bau des für die gesamte Uni sehr wichtigen Hauses etwas mehr als zehn Millionen Euro.„Wir werden in diesem Jahr auch das Institut für Mathematik und Informatik Rathenaustraße 47 fertig sanieren“, kündigt Uwe Sander an. Die Kosten für die Investition in eines der in den 1980er Jahren gebauten sogenannten Würfelhäuser unweit des Klinikums liegen bei 1,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant. Die Uni-Medizin will das Gelände zwischen dem Beitzplatz und Rathenaustraße komplett umgestalten und ein Appartementhaus und ein Verwaltungsgebäude errichten. Mit der Fertigstellung des Rechenzentrums ist die Gestaltung des Campus Beitzplatzes nahezu abgeschlossen. Auf dem Grundstück des jetzigen Rechenzentrums soll das neue Institut für Psychologie errichtet werden. Dass die Hochschule dieses Haus braucht, haben jetzt sowohl das Bildungsministerium als auch das Finanzministerium anerkannt. Das ist das Signal, für den BBL in Sachen Planung aktiv zu werden. Wie Uwe Sander erläutert, existieren dann nur noch eine Entwicklungsfläche neben dem alten Rechenzentrum und ein kleines Grundstück neben dem Institut für mikrobielle Genomforschung für weitere Gebäude.

1,7 Millionen Euro fürs Psychologie-Institut

Gewerkelt wird derzeit auch am jetzigen Institut für Psychologie in der Franz-Mehring-Straße. 1,7 Millionen Euro werden investiert. Im August dieses Jahres sollen die frühere Kaserne neu verputzt und die oberen Etagen per Aufzug erreichbar sein. Außerdem wird die Zufahrt auf einen zeitgemäßen Stand gebracht.

Eckhard Oberdörfer

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