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Greifswald Greifswalder Grundschüler üben „Bürgerschaft“
Vorpommern Greifswald Greifswalder Grundschüler üben „Bürgerschaft“
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12:31 26.02.2019
Schüler der Kollwitzschule simulierten eine Bürgerschaftssitzung Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Die Schüler der Klasse 4b der Käthe-Kollwitz-Grundschule wissen nicht nur, dass Stefan Fassbinder Greifswalder Oberbürgermeister ist, dass es im Rathaus Sekretärinnen und Hausmeister gibt und dass der Schulleiter des Humboldtgymnasiums, Herr Burmeister, in der Bürgerschaft ist. Beim Alter der Abgeordneten –30 bis 40 - lagen sie nicht ganz richtig, aber im Bereich ihrer Eltern und damit der Entscheider im richtigen Leben. Die Schüler der 4b lesen auch sehr viel und können diszipliniert und sparsam mit Geld umgehen. Bei der Bücherturmaktion, dem Wettbewerb der fleißigsten Leser wurden sie Monatssieger. Ihr Gewinn war ein Besuch im Rathaus, und hier konnten sie über die Verwendung von 100 vom Präventionsverein gespendete Euro entscheiden.

Zwar kamen die Finanzen nicht vor, als Ines Gömer, die Familien- und Präventionsbeauftragte der Stadt nach den Ausschüssen der Bürgerschaft fragte, aber die Mädchen und Jungen wusste schon genau, wofür sie die 100 Euro ausgeben wollte. Sie wählten erst mal Greta und Anton ins Bürgerschaftspräsidium.

Kiara plädierte für T-Shirts Quelle: eob

 

Die drei Fraktionen, „Schnelle Geparden“, „Große Adler“ und „Hai-Wale“ hatten schon Vorsitzende bestimmt. Das Erinnern an die Grundschulzeit und an alles, was sie mit ihrer Lehrerin Stefanie Berchert erlebt hatten, spielte eine große Rolle. „Sie können nicht alle zusammenbleiben, weil die Arndtschule nicht rechtzeitig fertig ist“, flüsterte die Klassenleiterin zur Erläuterung.

„Wir schlagen T-Shirts mit Klassenfotos vor“, sagte Kiara, die Sprecherin der „Schnellen Geparden“. Dann könne man sich immer an die schöne Grundschulzeit mit ihrer Lehrerin erinnern. Tims Mutter würde die kaufen und selbst bedrucken, sodass die 100 Euro für alle 26 Kinder reichen. „Die können wir in der weiterführenden Schule tragen“, warb Anton.

Die „Großen Adler“ ließen sich vom Bücherturm-Wettbewerb inspirieren. „Wir könnten das Geld der Stadtbibliothek für mehr Bücher spenden“, schlug die Fraktionsvorsitzende Anni vor.

Hagen warb für das Fotobuch Quelle: eob

Dann könne die Bibliothek die Fortsetzungsbände neuer Reihen erwerben. Anton ergänzte, dass man so Nicht-Muttersprachler bei der Verbesserung der Deutschkenntnisse helfen könne.

Anni plädierte für Bücherkauf Quelle: eob

Aber der aus Erwachsenensicht vernünftigste Vorschlag setzte sich nicht durch, soll es ja auch in der richtigen Bürgerschaft geben. Hagen schlug für die Hai-Wale ein Fotobuch mit Aufnahmen aus dem Schulleben mit 32 Seiten vor. Kostenpunkt: 78 Euro, die restlichen 22 Euro sollen für Spiele für die Abschlussfahrt ausgegeben werden. „Wir gehen bald auseinander“, begründete Hagen. Mithilfe des Fotobuchs könne man sich an die schöne Zeit und Frau Berchert erinnern. Nach Nachfragen gewann dies Idee mit 17 Stimmen ganz klar. Nach 45 Minute war Schluss, es ging viel schneller als bei der realen Bürgerschaft und nicht dafür gab es Lob von Ines Gömer.

Schüler der Kollwitzschule simulierten eine Bürgerschaftssitzung Quelle: eob

Eckhard Oberdörfer

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