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Greifswald Vorhang auf für neue Spielzeit in Greifswald, Stralsund und Putbus
Vorpommern Greifswald Vorhang auf für neue Spielzeit in Greifswald, Stralsund und Putbus
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16:07 12.09.2019
Marvin Rehbock (Hämon), Jan Bernhardt (Kreon), Feline Zimmermann (Antigone) und Claudia Lüftenegger (Eurydike) in der Aufführung „Antigone“ am Theater Vorpommern. Quelle: Vincent Leifer
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Greifswald

Europa, die Zweite: Das Theater Vorpommern startet mit der neuen Spielzeit „Europolis II – Sag mir, wo du stehst“ mit 20 Premieren, 4 davon im Musiktheater, 3 im Ballett und 13 im Schauspiel. Und Europa als Publikumsmagnet – das scheint zumindest im Theater zu funktionieren: 187 000 Besucher zählten die Häuser in Greifswald, Stralsund und Putbus in der vergangenen Spielzeit mit dem Namen „Europolis I – Früher war alles besser“, teilt Pressesprecher Hans Heuer mit. „Wir hatten über 1500 Vorstellungen. Vor allem der Dezember mit 33 000 Besuchern brach Rekorde.“

Intendant empfiehlt Stück über Europas Seele

Ausgewählte Höhepunkte aus 25 Jahren Theater Vorpommern und eine Vorschau auf das neue Repertoire eröffnet die neue Spielzeit am Freitag, 13. September um 19.30 Uhr in Greifswald (in Stralsund genau einen Tag später). „Europa gehört auf die Bühne, weil es unser Leben bestimmt. Was hinter den nationalen Grenzen passiert, geht uns alle etwas an“, sagt Intendant Dirk Löschner. Als besonderen Höhepunkt sieht Löschner die von ihm inszenierte deutsche Erstaufführung von „Das Abendland“ der dänischen Autorin Julie Maj Jakobsen. Eine Notsituation löst darin die Suche nach der Seele Europas aus.

Ein weiterer Höhepunkt ist die deutsche Erstaufführung der „Schneekönigin“, einer Geschichte für die kalte Jahreszeit. Die Premiere ist am 13. Dezember in Greifswald (Stralsund am 30. November). Das Stück basiert auf dem Märchen von Hans Christian Andersen. „Eine Familienoper passt sehr gut in die Weihnachtszeit, das hatten wir lange nicht mehr“, sagt Operndirektor Horst Kupich.

„Der Rosenkavalier“ opulent in Szene gesetzt

Im Musiktheater steht die Premiere von „Der Rosenkavalier“ von 1911 mit Texten von Hugo von Hofmannsthal und Musik von Richard Strauss an. „Es ist ein opulentes Stück durch das Bühnenbild, die Kostüme und die Komplexität der Musik. Es ist mit drei Stunden ein langes Stück“, sagt Generalmusikdirektor Florian Czismadia. Die Premiere in Greifswald ist am 22. Mai 2020 (Stralsund 16. Mai 2020). Das Spielzeitmotto hält Czismadia für sinnig, weil „die Musikgeschichte von Anbeginn an von einem Austausch der europäischen Länder geprägt war“.

Theater Vorpommern zeigt Premieren im Ballett

Europa gehört auf die Bühne, weil Europa zusammen stärker ist als Deutschland alleine. Im Zusammenhalt ist man stets stärker“, ergänzt Ballettdirektor Ralf Dörnen. Klassisches Ballett zeigt er zum Weihnachtsballett, das bereits 2018 restlos ausverkauft war und dieses Jahr wieder zum Spielplan gehört. Die erste Aufführung ist am 9. November in Greifswald. Ein Lieblingsstück für die neue Spielzeit könne er nicht nennen. „Zwischen meinen Kindern kann ich nicht wählen.“

So werde die Tanzzeit 2020 für zeitgenössisches Ballett stehen. In diesem Jahr sind die Tänzer selbst die Choreografen. Dörnen inszeniert die Premiere „Und die Seele unbewacht“ am 26. Oktober in Greifswald (Stralsund 15. November), ein Stück über Tod, Abschied und Liebe.

Beethoven auf den Bühnen von Greifswald und Stralsund

Die acht philharmonischen Konzerte setzen unter anderem den Beethoven-Zyklus fort. 250 Jahre wäre der Altmeister 2020 geworden. Also Zeit für eine Ehrung mit den Sinfonien Nr. 3 am 5. November in Greifswald, Nr. 7 am 7. April 2020 und Nr. 6 am 26. Mai 2020.

Jeweils am Tag zuvor findet die öffentliche Generalprobe in Greifswald statt, jeweils an den Tagen danach sind die Aufführungen in Stralsund. Hinzu kommen in der Spielzeit unter anderem sechs Kammer- und drei Jugendkonzerte.

Shakespeares „Hamlet“ verweist auf Machtkämpfe in Europa

Und was hat das Schauspiel mit Europa zu tun? „Die Realisierung der europäischen Vision erweist sich als komplex und die Behandlung dessen gehört auf die Bühne“, sagt Oberspielleiter Reinhard Göber. Sehen solle man unbedingt die „Hamletmaschine“, inszeniert von Annett Kruschke und Shakespeares „Hamlet“, inszeniert von Göber. „Das Stück ist eine Warnung, was passiert, wenn man sich in Machtfragen gegenseitig auslöscht, während andere Akteure genau davon profitieren.“

Die „Hamletmaschine“ spielt am 11. Oktober im Rubenowsaal, am 12. Oktober kommt „Hamlet“ im Großen Haus auf die Bühne (Stralsund: 30. und 31. Oktober). Zu weiteren Höhepunkten im Schauspiel zählen das Monty-Python-Musical „Spamelot“ und „Dr. Dolittle – Der Arzt, der mit den Tieren spricht“.

Den gesamten Spielplan können Sie als PDF-Datei hier einsehen (Sie werden auf die Internetseite des Theaters Vorpommern weitergeleitet).

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